Lassen Sie uns über Geld reden!

Wo ist denn mein Geld noch sicher?

Handelsstreit, Konjunkturflaute, Minuszinsen, Brexit… Aktuell es gibt es viele besorgniserregende Schlagzeilen in den Medien. Da ist es durchaus verständlich, dass Ängste um die Sicherheit des eigenen Geldes aufkommen.

Zunächst ist festzuhalten, dass wir mit einer Wahrscheinlichkeit von weit über 97% ein deja vu erleben. Wenn alle negativen Nachrichten verarbeitet sind, gehen die Märkte zur Tagesordnung über. Zu einem Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystem wird es bestimmt nicht kommen.

Vor diesem Hintergrund ist die Investition des Ersparten in einem Investmentfonds eine Möglichkeit, das Geld sicher anzulegen. Fonds sind per Gesetz Sondervermögen. Dies bedeutet, dass die im Fonds angelegten Kundengelder gesondert aufbewahrt werden müssen. Falls also die Fondsgesellschaft oder Ihre Hausbank pleite gehen sollten, ist das Geld im Fonds geschützt und somit nicht weg.

Per Gesetz gibt es auch die Einlagensicherung von 100.000 € auf Bankguthaben pro Kunde und Bank. Falls Sie also bis zu dieser Summe Geld auf Ihren Spar- und Tagesgeldkonten haben, ist diese ebenfalls geschützt. Falls es jedoch zu einer umfassenden Finanzkrise wie 2009 kommen sollte, würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen.

Das Geld im Bankschließfach oder zu Hause aufzubewahren, könnte eine weitere sichere Maßnahme zum Schutz des Geldes zu sein. Auf diese Weise entgehen Sie auch dem drohenden Minuszins. Falls jedoch bei Ihnen oder der Bank eingebrochen wird, kann das Geld allerdings pfutsch sein. Zudem setzen Sie Ihr Erspartes auch ungeschützt dem Kaufkraftverlust durch den Inflationsanstieg aus.

Die sicherste Anlage, die man sich vorstellen kann, ist eine deutsche Bundesanleihe. Und zwar dann, wenn sie in einem Depot bei der Bundeswertpapierverwaltung gelagert wird. Jedoch hat diese Sicherheit ihren Preis. Für eine fünfjährige Bundesanleihe gibt es aktuell einen Zins von minus 0,3%. Hinzu kommt auch hier die Geldschwächung durch die Inflation. Bleibt noch Gold: Es ist seit Urzeiten als Krisenmetall bekannt. Ein Anteil von 5-7,5% am Gesamtvermögen ist durchaus denkbar. Idealerweise als Barren oder Münzen gekauft und im Schließfach oder einem anderen sicheren Ort gelagert. Die Sicherheit ist aber nur scheinbar aus meiner Sicht. Denn, wenn es zu einer extremen Krise kommen sollte, müssen Sie natürlich dann jemand finden, der Ihnen Ihr Gold abkauft.

Sie sehen schon, absolute Sicherheit ist nicht einfach zu erreichen. Ein gut aufgestelltes Investmentdepot mit Aktien und Anleihen, flankiert mit Gold und möglicherweise einer eigenen Immobilie, ist eine gute Möglichkeit, das Vermögen zu schützen und sogar zu vermehren.

Eine Investition in Spar- und Bankguthaben, Lebensversicherungen und Bausparverträgen ist dagegen ein garantiertes Verlustgeschäft mit nur bedingter Sicherheit.