Lassen Sie uns über Geld reden!

Wie hoch ist die Steuerbelastung bei Fonds? Kann ich diese optimieren?

Erträge aus Fonds – also Gewinne bei Verkauf oder Ausschüttungen – gehören zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Sie werden zur Zeit mit einer Abgeltungssteuer von 25% plus Solidaritätszuschlag von 5,5% und ggf. einer Kirchensteuer von 8% (Bayern, Baden-Württemberg) bzw. 9% (übrige Bundesländer) besteuert. Ganz ohne Steuern geht es also bei der Geldanlage nicht. Doch die gute Nachricht ist, dass die Abgeltungssteuer meist unter dem persönlichen Steuersatz liegt und damit günstiger ausfällt. Wer einen geringeren Steuersatz als diese 25% hat, kann im Rahmen einer Günstigerprüfung des Finanzamts möglicherweise sogar noch Geld zurückbekommen.

Stellen Sie einen Freistellungsauftrag bei der Bank und nutzen Sie diesen optimal aus!

Zudem hat jede Anlegerin und jeder Anleger Anspruch auf einen Sparer-Pauschbetrag. Damit kann die jährliche Steuerbelastung um 801 € bei Alleinstehenden und 1602€ bei Verheirateten reduziert werden. Bei der Fondsauswahl ist hier darauf zu achten, dass die steuerlichen Freibeträge auch optimal genutzt werden. Meiner Erfahrung nach werden hier oft Gelder unnötig jährlich “verschenkt”.

Bestimmte Fonds werden durch Teilfreistellungen steuerlich begünstigt!

Kursgewinne, die ab dem 01.01.2018 enstanden sind, und Erträge durch Ausschüttungen werden bei bestimmten Fonds durch eine sogenannte Teilfreistellung begünstigt. Bei Aktienfonds beträgt diese immerhin 30%. Dadurch wird die Steuerlast erneut gesenkt. Hierzu ein Beispiel:

Eine Anlegerin oder ein Anleger besitzt 500 Anteile eines Aktienfonds. Dieser schüttet 2,80 € je Anteil aus. Die Bruttoausschüttung wäre demnach 1400€. Aufgrund der Teilfreistellung von 30% beträgt der steuerpflichtige Anteil nur 980 €. Nach Anrechnung des Freistellungsauftrags von 801 € verbleiben 179 €, auf die die 25%ige Abgeltungssteuer anfällt. Durch diese Steueroptimierung erhält die Anlegerin bzw. der Anleger einen Nettobetrag von 1352,79 € ausgeschüttet (1400€ Bruttoausschüttung – 44,75€ Abgeltungssteuer – 2,46 € Solidaritätszuschlag). Auf Anlegerseite fallen also in diesem Beispiel kaum Steuern an.

Weitere Steueroptimierungsmöglichkeiten könnten sich durch die geschickte Ausnutzung der sogenannten “Verlusttöpfe” ergeben. Möglicherweise hat die Anlegerin oder der Anleger in vergangenen Jahren Verluste mit Fonds bei einer Bank gemacht. Diese können dann mit Gewinnen bei einer anderen Bank verrechnet werden.

Eine Anlage in Netto-Policen kann erhebliche Steuervorteile bringen!

Möglicherweise könnte es auch interessant sein, einen Versicherungsmantel in Form einer Netto-Police um das Depot zu legen. Unter bestimmten Gesichtspunkten kann hier die Steuerlast erneut deutlich gesenkt werden. Dies kommt insbesondere zum Tragen, wenn die Geldanlage als Altersvorsorge gedacht ist, der Sparer-Pauschbetrag bereits ausgeschöpft ist oder die Anlage vererbt oder verschenkt werden soll.

Fazit: Ganz um Steuerzahlungen kommt man nicht herum, doch die Steuerlast kann mit Sicherheit gesenkt werden. Doch hierzu ist wichtig, den indivduellen Fall zu betrachten. In meiner Beratung gehe ich selbstverständlich auf Ihre persönliche steuerliche Situation bei der Geldanlage ein. Sprechen Sie mir hierzu gerne an!

 

 

Wichtiger Hinweis:

Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Alle Angaben in dem Artikel stammen aus eigenen Erfahrungen und Quellen, die ich für vertrauenswürdig halte. Eine Garantie für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

 

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