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Was sind aktive Fonds? Und lohnt es sich, diese zu kaufen?

 

Was sind aktive Fonds? Und lohnt es sich, diese zu kaufen? Wenn Sie zu einer Bank oder Versicherung gehen, bekommen Sie oft aktive Fonds verkauft. Beispiele von Fondsgesellschaften, die nach diesem Prinzip arbeiten, sind DEKA, DWS oder Templeton. Hier arbeitet ein Fondsmanager, der durch Kaufen und Verkaufen versucht, besser zu sein als ein Vergleichsindex, also z.B. der Deutsche Aktien Index. Dafür möchten der Fondsmanager und seine Gesellschaft natürlich entsprechend entlohnt werden und das viele Handeln verursacht zudem noch hohe Transaktionskosten.

Die Frage ist, ob es sich dennoch lohnt, auf aktive Fonds zu setzen?

Die wissenschaftliche Forschung gibt die Antwort darauf. In dem Video können Sie sehen, dass nach 5 Jahren nur 26% der aktiv gemanagten Aktienfonds (engl. „mutual funds“) es schaffen, den Markt zu schlagen. Nach 15 Jahren sind es sogar nur noch 14%.

Jetzt könnte der Anleger natürlich versuchen, genau auf diese 14% der aktiven Fonds zu setzen. Doch auch dies wäre langfristig keine gute Strategie, denn im Durchschnitt sind nur noch 26% davon später unter den Spitzenplätzen wiederzufinden.

Die Märkte werden immer effizienter. Wir müssen daher akzeptieren, dass es dauerhaft so gut wie unmöglich ist, die Märkte zu schlagen. Es sind vielleicht 3% der aktiven Fonds, die es in einem sehr langen Zeitraum schaffen. Und auch bei diesen wird die vermeintliche „Outperformance“ meist durch die Kosten wieder zunichte gemacht.

Fazit: Der Versuch, Markt Timing zu betreiben, bringt keinen Mehrwert. Vielmehr besteht eher die Gefahr, schlechter abzuschneiden als der Gesamtmarkt. Wenn ich als Anleger dies weiß, kann ich mir ein Investment in teure aktive Fonds sparen.