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Mit Geld spielt man nicht – oder doch?

Mit Geld spielt man nicht – oder doch? Mit Sicherheit kennen Sie diesen Spruch. Viele Menschen versuchen sich auch daran zu halten, vermeiden Spielcasinos, unnütze Ausgaben, all das, wo von vorneherein klar ist, dass das mühsam verdiente Geld weg sein kann. Insbesondere die Deutschen sind bekannt für ihre Risikoaversität und packen ihr Erspartes sprichwörtlich unter das Kopfkissen. Das „Kopfkissen“ sind Giro -oder Tagesgeldkonten. Die Deutsche Bundesbank teilte kürzlich mit, dass das Geldvermögen der Privathaushalte in 2018 erstmals über 6 Billionen Euro beträgt. Der Großteil dieser Summe steckt in Bankeinlagen und Lebensversicherungen. Doch bekannterweise gibt es dort heutzutage kaum noch Zinsen und viel schlimmer noch: Man fängt auch hier an, mit seinem Geld zu spielen. Denn am „Kopfkissen“ nagt die Inflation, die auf Dauer zu einer recht empfindlichen Entwertung der Kaufkraft des Geldes führt.
Ein gesundes Maß an Risikoverhalten ist heutzutage bei der Geldanlage von Nöten. Doch muss ich als Anleger dann automatisch zum Spieler werden? Natürlich nicht, sofern mein Geld nach finanzwissenschaftlichen Erkenntnissen arbeitet. Auf lange Sicht bringt beispielsweise eine Geldanlage in deutsche Aktien 7-8%, in amerikanische Aktien sogar noch etwas mehr. Die Wissenschaft empfiehlt in diesem Zusammenhang: Passivität!
Das bedeutet, kostengünstige Anlageprodukte, sogenannte Indexfonds oder ETFs erwerben, die einen bestimmten Anlagemarkt abbilden, und…. Halten! So lange und ausdauernd wie möglich.
Doch was machen die meisten Menschen, wenn sie sich nach längerem Überlegen doch für eine Aktienanlage entscheiden: Sie werden indirekt zu Spielern. Indirekt deshalb, weil sie im Vertrieb der Banken oft aktiv gemanagte Aktienfonds empfohlen bekommen. Diese hinken jedoch leider meist der allgemeinen Marktentwicklung auf lange Sicht hinterher. Woran liegt das? Aktiv gemanagte Fonds werden von Menschen geleitet und die versuchen oft vergeblich, die Märkte zu schlagen. Kaum ein Fondsmanager schafft es auf Dauer, die Märkte zu schlagen. Zudem lasten hohe Kosten, u.a. für das Fondsmanagement und das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren, auf den aktiven Fonds. Diese können die Wertentwicklung der aktiven Fonds von vorneherein negativ beeinflussen. Die Empfehlung daher nochmal auf den Punkt gebracht:

1) Kaufen und halten Sie passive Produkte wie ETFs oder prognosefreie Fonds!

2) Halten Sie diese so lange wie möglich und lassen Sie sich von unruhigen Zeiten nicht nervös machen.

Dies ist der Königsweg zum Erfolg!

 

Michael Herrmann, 17.Januar 2019

Wichtiger Hinweis
Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Alle Angaben in dem Artikel stammen aus eigenen Erfahrungen und Quellen, die ich für vertrauenswürdig halte. Eine Garantie für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

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