Geldanlage

Fünf wichtige Faktoren für den Erfolg an der Börse

Börsianer sprechen von einer Rallye, wenn die Kurse steigen. In solch einer Rallye befinden wir uns aktuell wieder. Der Deutsche Aktienindex hat ein neues Jahreshoch markiert und die US-Börsen stehen sogar auf neuen Allzeithochs. Es kommt zu dramatischen Vermögenszuwächsen, aber natürlich nur bei denjenigen, die investiert sind und nicht auf kurzfristige Gewinne aus sind.

Wer noch nie an der Börse Geld angelegt hat, der benötigt mit Sicherheit Mut, damit zu beginnen. Die Ängste sind zunächst groß. Doch es gibt einige Erfolgsfaktoren, mit denen sich die Risiken eines Investments an der Börse ganz leicht beherrschen lassen.

 

Erfolgsfaktor Nr.1: Wo will ich hin?

Wie im normalen Leben macht es keinen Sinn, einfach loszurennen und irgendeine Aktie zu kaufen. Das ist auf lange Sicht nicht erfolgsversprechend und führt auch zu keinen nennenswerten Vermögenszuwächsen. Am Anfang jedes Investments muss daher zunächst geklärt werden, welche Ziele dahinterstehen. Soll eine Rücklage für den eigenen „Notgroschen“ aufgebaut werden? Wird für den Kauf einer Immobilie gespart? Möchte man von dem Vermögen leben?

Die individuellen Ziele können enorm vielfältig sein. Deshalb ist es wichtig, gerade zu Beginn sich intensiv damit zu beschäftigen und die eigenen Ziele in regelmäßigen Abständen immer wieder zu überprüfen.

Aus den Zielen leitet sich dann die passende Strategie ab. Wird Geld kurzfristig benötigt, sollte es auf einem Tagesgeldkonto angespart werden. Bei einem längeren Anlagehorizont, beispielsweise für die Altersvorsorge, kann das Geld durchaus überwiegend in die globalen Aktienmärkte fließen.

 

Erfolgsfaktor Nr.2: Demut und Disziplin zeigen

Menschen überschätzen systematisch ihr Wissen und Ihre Fähigkeiten, Sachverhalte zu prognostizieren. Dies ist in der Psychologie als Overconfidence-Effekt bekannt. Bei einem Aktieninvestment kann sich dies schnell als fatal erweisen. Ein Börsenneuling kauft die erste Aktie, die sich auch gleich mal im Kurs verdoppelt. Schon vermutet dieser, dass er ein Experte sei. Doch dies erweist sich dann schnell als Trugschluss, wenn der nächstfolgende Kauf mit einem erheblichen Verlust verkauft wird.

Wer ein erfolgreicher Investor werden möchte, benötigt vielmehr Demut. Dies bedeutet zu akzeptieren, dass sich Börsenkurse mittel -und langfristig nicht vorhersehen lassen. Langfristig geht es nach oben, zwischendurch kann es aber auch mal Täler geben. Die passende Strategie, Demut und natürlich auch die nötige Disziplin, das Investment durch „dick und dünn“ durchzuhalten, sind ein weiterer, ganz wesentlicher Erfolgsfaktor.

 

Erfolgsfaktor Nr.3: Den Zinseszinseffekt nutzen

Bei der Geldanlage gibt es die große Chance, durch regelmäßig kleine Sparbeträge mit etwas Größerem in der Zukunft belohnt zu werden. Das kraftvolle Prinzip, das dahintersteckt, ist der Zinseszinseffekt. Albert Einstein soll einmal gesagt haben: „Der Zinseszins ist das achte Weltwunder. Wer es begreift, verdient damit. Wer es nicht begreift, zahlt dafür.“

Von Sparern wird dieser Erfolgsfaktor noch gerne regelmäßig unterschätzt. Wer 100 € regelmäßig in ein Weltaktiendepot mit einer durchschnittlichen Rendite von 7% investiert, kommt nach 15 Jahren auf einen Betrag von rund 31300 €. Wird jedoch konsequent über 30 Jahre gespart, ergibt sich am Ende ein Vermögen von 117650 €. Hier zeigt sich klar und deutlich: Wer früh mit dem Investieren beginnt, wird am Ende stattlich belohnt.

 

Erfolgsfaktor Nr.4: Ausdauer haben

Dieser Erfolgsfaktor knüpft direkt an den zweiten an. Die wirksame Theorie des Zinseszinseffekts nützt herzlich wenig, wenn sie nicht konsequent über viele Jahre umgesetzt wird. Genau wie beim Langstreckenlauf kommt es bei der Geldanlage auf die Ausdauer an. Es ist ein längerer Weg, mal geht es dabei langsamer und manchmal etwas schneller voran. Was aber am Ende zählt, ist das erfolgreiche Ankommen im Ziel.

 

Erfolgsfaktor Nr. 5: Kosten reduzieren

Für jedes Investment sind Kosten zu zahlen: beim Kauf, teilweise Verkauf und als jährliche Gebühr. Die Kosten können die Rendite des Investments erheblich runterziehen. Je länger dieser Kosteneffekt wirkt, desto größer wird er am Ende. Aktiv gemanagte Fonds kommen ganz schnell auf jährliche Gebühren von 2 % oder mehr. Ein Investment in globale Indexfonds (ETFs) oder Dimensional Fonds kostet nicht viel mehr als 0,4 % jährlich. Dies ist eine ganz erhebliche Ersparnis. Es ist daher wichtig, die Kosten im Blick zu behalten.

 

Wichtiger Hinweis

Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Alle Angaben in dem Artikel stammen aus eigenen Erfahrungen und Quellen, die ich für vertrauenswürdig halte. Eine Garantie für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.