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Die Nullzinspolitik ist jetzt in Stein gemeißelt.

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Die Nullzinspolitik ist jetzt in Stein gemeißelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 12.09.2019 den Strafzins für Banken auf 0,5% erhöht. Gleichzeitig wird das Anleihekaufprogramm wieder aufgenommen. Diese verzweifelten Versuche, die Konjunktur anzukurbeln, werden dramatische Auswirkungen gerade in Deutschland haben. Aktuell liegen in Deutschland 2,5 Billionen Euro auf Spar- und Tagesgeldkonten. Die Inflation und die Negativzinsen auf Guthaben werden dazu führen, dass Sparer auf ihre vermeintlich sicheren Geldanlagen deutliche Verluste erleiden werden. Aber auch die Sozialsysteme, Pensions- und Rentenkassen sowie die Lebensversicherungen sind davon bedroht. Der Anlagenotstand in Deutschland wird sich verschärfen. Finanzexperten wie Hermann-Josef Tenhagen von Finanztip raten dringend dazu, in finanziellen Dingen umzudenken und andere Wege bei der Geldanlage zu gehen. Dieses Interview sowie eine Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse können Sie hier in der Ausgabe der Tagesthemen vom 12.09.2019 sehen.

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Nettopolicen – Was versteht man darunter? Welche Vorteile bieten sie dem Anleger? (Gastbeitrag von Thomas Krog, HonorarKonzept GmbH)

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Nettopolicen - Perfekt für kostengünstiges VorsorgesparenNettopolicen – Was versteht man darunter? Welche Vorteile bieten sie dem Anleger? (Gastbeitrag von Thomas Krog, HonorarKonzept GmbH)

Immer häufiger begegnet den Anlegern der Begriff „Nettopolice“ bzw „Nettoversicherungen“. Was es damit auf sich hat, was der Unterschied zu Bruttopolicen ist und für wen das interessant sein könnte, wollen wir in diesem Blog aufgreifen.

Zunächst lohnt sich ein Blick in den guten alten Duden. Dort findet man für den Begriff „Netto“ die Erklärung „nach Abzug der Kosten oder Steuern“. Es handelt sich also bei Nettopolicen um eine Form der Versicherung, bei der (ein Teil der) Kosten abgezogen werden bzw gar nicht erst anfallen.

Gemeint sind in diesem Zusammenhang alle Kosten, die im Zusammenhang mit Provisionen entstehen. Dazu muss man wissen, dass der Versicherer sowohl Provisionen für die Vermittlung als auch für die fortlaufende Betreuung an die Vermittler vergütet. Hierfür kalkulieren die Anbieter sogenannte Abschluss- und Vertriebskosten als auch laufende Verwaltungskosten ein.

Und obwohl der Gesetzgeber die Höhe der Abschluss- und Vertriebskosten seit 2014 auf 2,5 % der vom Kunden insgesamt zu entrichtenden Beiträge begrenzt hat, vergüten die Versicherer den Vermittlern trotzdem noch bis zu 5 % als Provision. Dies entsteht dadurch, dass der Versicherer die laufenden Verwaltungskosten gleichzeitig erhöht. Für den Kunden entsteht somit eine Mogelpackung.

Nettopolicen gibt es für den Sachversicherungsbereich wie z.B. die Privathaftpflichtversicherung, aber auch als Vorsorge -und Anlagemöglichkeit. Echte Nettopolicen kommen sowohl gänzlich ohne Abschlusskoten aus und haben zudem nicht nur keine erhöhten sondern im Gegenteil stark reduzierte Verwaltungskosten. Außerdem bieten sie Ihren Anlegern eine große Auswahl an ETFs an – eine Fondsart, die ebenfalls frei von Provisionen ist und äußerst geringe Verwaltungskosten hat. Nicht selten stellen gängige Anbieter ihren Kunden ausschließlich teure aktiv gemanagte Fonds zur Verfügung, da sie die damit verbundenen Vertriebsfolgeprovisionen als zusätzliche Einnahmen verbuchen wollen

Folgendes Beispiel soll die Unterschiede für einen Vertrag, der über 30 Jahre mit einem Monatsbeitrag von 200 € bespart wird, zunächst ohne Fondskosten verdeutlichen. Bei einem uns bekannten Versicherer für Bruttopolicen fallen in diesem Fall 1.800 € an Abschlusskosten und 17.254 € (!!!) an Verwaltungskosten an.

Ein günstiger Anbieter von Nettopolicen kalkuliert für den gleichen Sparvorgang 0 € Abschlusskoten und 3.171 € Verwaltungskosten ein. Da macht einen Unterschied bei den Kosten von 600 % aus.

Ergänzt man das Szenario jeweils um die Fondskosten und unterstellt für den Bruttoanbieter einen der am häufigsten in Policen vertriebenen Fonds (laufende Kosten 1,89 % p.a.) kommen weitere 12.750 € an Verwaltungskosten hinzu. Würde man bei unserem Nettoanbieter ein breit gestreutes ETF-Depot mit laufenden Kosten von 0,14 % wählen, kämen in absoluten Zahlen noch mal 1.448 € über die gesamte Laufzeit hinzu.

Unterm Strich fallen beim Bruttoanbieter 31.804 € für die Kosten des Versicherers und der Fonds an – beim Nettoanbieter 4.619 €

Bei diesen Unterschieden wird deutlich, warum immer mehr Sparer die Nettovariante wählen und die Kunden gern bereit sind, Honorare zu bezahlen. Denn trotz dieser Honorare entstehen für die Kunden erheblich geringere Kosten und sie profitieren von dem Vorteil einer sachkundigen, individuellen sowie dauerhaften Betreuung.

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Die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen

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Die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen – Anlagemöglichkeiten gibt es rund um den Globus.

In mehr als 40 Ländern gibt es über 15.000 börsennotierte Unternehmen. [1] Wenn Sie den Nachrichten Glauben schenken wollen, scheinen jedoch einige Länder besser für Anlagen geeignet zu sein als andere, je nachdem wie sich ihre Wirtschaft und die Aktienmärkte zum jeweiligen Zeitpunkt entwickeln. Schwankungen in der Wertentwicklung von Jahr zu Jahr, tragen nur zur Komplexität bei und liefern wenig nützliche Informationen über zukünftige Renditen.

Entmutigt von den Aussichten, legen Anleger ihren Fokus lieber auf den Markt, den sie am besten kennen: ihren Heimatmarkt. Es kann gute Gründe geben, wie zum Beispiel Steuervorteile, um Anlagen in den Heimatmarkt zu priorisieren, jedoch könnten durch eine zu starke Ausrichtung auf den Heimatmarkt, Teile des Anlageuniversums versäumt werden oder zu einer Untergewichtung führen.

Australien macht beispielsweise 2% des globalen Aktienmarktes aus. Ein Australier, der ein globales Aktienportfolio aufbauen möchte, hat möglicherweise Anlass, einen größeren Betrag zu Hause anzulegen. Dies wäre jedoch mit dem Kompromiss, geringerer Anlagen in andere Länder verbunden. Gleiches gilt für einen japanischen Anleger, dessen Heimatland 8% des globalen Aktienmarktes ausmacht. Selbst der US-amerikanische Aktienmarkt — der mit Abstand größte der Welt — macht nur etwa die Hälfte der globalen Anlagemöglichkeiten aus.

Glücklicherweise muss niemand ein Experte für jede Region sein, um von den Möglichkeiten zu profitieren, die diese Regionen bieten. Aktienmärkte verarbeiten kontinuierlich Informationen und nutzen täglich das Wissen von Millionen Käufern und Verkäufern, die in die Wertpapierpreise einfließen. Anleger können sich darauf verlassen, dass die Marktpreise eine Momentaufnahme der globalen Anlagemöglichkeiten darstellen.

Aktienpreise sind der beste Indikator für zukünftige Entwicklungen, da sie effizient in der Verarbeitung von Informationen zu Wertpapieren in jeden Markt sind. Keine nachvollziehbare Erklärung oder überzeugende empirische Untersuchung legt nahe, dass Anleger diese Preise konsequent voraussehen und Gewinnerländer auswählen können. Ein gut diversifiziertes globales Portfolio kann dazu beitragen, die Renditen von Märkten auf der ganzen Welt zu nutzen und im Laufe der Zeit zuverlässigere Ergebnisse zu erzielen.

DAS SCHACHBRETT VERSTEHEN

Die Tabellen in Abbildung 1 stellen die jährlichen Aktienrenditen der letzten 20 Jahre in entwickelten Märkten und Schwellenmärkten dar. Jede Farbe steht für ein anderes Land. Jede Spalte ist von oben nach unten sortiert, vom Land mit der besten Wertentwicklung bis zu dem mit der schlechtesten Wertentwicklung.

Zusammengenommen verdeutlichen diese Tabellen eindrücklich die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen. Wählen Sie in einer der beiden Tabellen eine Farbe in der ersten Spalte aus und verfolgen Sie diese zur rechten Seite hin. Scheint irgendein Land einem Muster zu folgen, das Hinweise auf seine zukünftige Wertentwicklung gibt?

Abb. 1: Annualisierte Renditen 1999–2018 MSCI Länderindizes (Nettodividende) für jedes repräsentierte Land. MSCI Daten © MSCI 2019, alle Rechte vorbehalten.

Betrachten Sie die Wertentwicklung der Vereinigten Staaten und Dänemark in Abbildung 2. Wird sofort ersichtlich, welches Land in den letzten zwei Jahrzehnten die höhere Rendite erzielt hat?

In der Tat wies Dänemark mit einer annualisierten Rendite von 9,3% die beste Wertentwicklung unter allen entwickelten Märkten auf. Was vielleicht überrascht, ist, dass Dänemark nur einmal — im Jahr 2015 — die beste Jahresrendite erzielt hat. Die Vereinigten Staaten erreichten, trotz einiger hoher Renditen, in den letzten Jahren mit einer annualisierten Rendite von 5,0% den neunten Platz.

Abb. 2: Wer hat über einen Zeitraum von 20 Jahren eine bessere Wertentwicklung erzielt? MSCI Länderindizes (Nettodividende) für jedes repräsentierte Land. MSCI Daten © MSCI 2019, alle Rechte vorbehalten.

VOM BESTEN ZUM SCHLECHTESTEN

Dänemark liefert auch ein Beispiel für die Unvorhersehbarkeit kurzfristiger Ergebnisse. Nachdem Dänemark die höchste Rendite in 2015 erzielte, wurde im Jahr 2016 die geringste Rendite verzeichnet. Länder haben sich auch schon in die entgegengesetzte Richtung entwickelt — von der schlechtesten zur besten Rendite, und das in aufeinanderfolgenden Jahren. Im Jahr 2000 hatte Neuseeland die niedrigste Rendite unter den entwickelten Märkten ausgegeben, gefolgt von der höchsten Rendite in den Jahren 2001 und 2002. Bei den Schwellenmärkten verbuchten Ungarn und Russland in 2014 die schlechteste Wertenwicklung. Im darauffolgenden Jahr entwickelten sich diese zu den Ländern mit der höchsten Wertentwicklung.

EXTREME UNTERSCHIEDE

In einem einzelnen Jahr kann der Unterschied zwischen der Rendite des Landes mit der besten Wertentwicklung und der Rendite des Landes mit der schlechtesten Wertentwicklung drastisch sein, wie in Abbildung 3 dargestellt. Bei den entwickelten Märkten lag der Unterschied zwischen der besten und der schlechtesten Wertentwicklung über die letzten 20 Jahre in einem Bereich von nur 25% im Jahr 2018, bis hin zu ganzen 78% im Jahr 2009. In den Schwellenmärkten sind die Unterschiede noch ausgeprägter. Sie reichen von 37% im Jahr 2013 bis zu 184% im Jahr 2005. Tatsächlich hat der Unterschied in den Schwellenmärkten in einigen Jahren die 100% Marke überschritten.

Der Versuch, Vorhersagen über zukünftige Renditen zu treffen, die aus der Vergangenheit resultieren, ist risikoreich und unterstreicht die Bedeutung einer Diversifikation über verschiedene Länder. Die extremen Unterschiede in den vielfältigen Ergebnissen, kombiniert mit den Beispielen der Länder, die extrem starke Umkehrungen in ihrem Rendite-Ranking gezeigt haben, verdeutlichen dies.

Abb. 3: Renditeunterschiede Die Wertentwicklung in der Vergangenheit (einschließlich hypothetischer Wertentwicklung) stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Renditen können aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Internationale Kapitalanlagen und Kapitalanlagen in Schwellenländern beinhalten spezielle Risiken, wie Währungsschwankungen und politische Instabilität. Kapitalanlagen in Schwellenländern können diese Risiken verstärken. MSCI Länderindizes (Nettodividende) für jedes repräsentierte Land. MSCI Daten © MSCI 2019, alle Rechte vorbehalten. Man kann nicht direkt in Indizes investieren. Ihre Wertentwicklung enthält daher nicht die mit der Verwaltung eines tatsächlichen Portfolios verbundenen Kosten.

DIE GUTE NACHRICHT KOMMT ZUM SCHLUSS

Dieser Beweis für die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen ist jedoch keine schlechte Nachricht für Anleger. Anstatt zu versuchen, vorherzusagen, welches Land wann eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen wird, sind Anleger, die sich für ein gut strukturiertes, global diversifiziertes Portfolio entschieden haben, besser positioniert, um die Wertentwicklung der globalen Aktienmärkte zu erfassen, unabhängig davon, wo und wann diese auftritt.

In den letzten 20 Jahren hat sich der Wert eines Euros, der in eine global diversifizierte Strategie angelegt wurde, wie in Abbildung 4 dargestellt durch den Dimensional Global Market Index, mehr als verdreifacht.

Ein global diversifizierter Ansatz kann im Laufe der Zeit verlässlichere Ergebnisse mit geringerer Volatilität erzielen, als Anlagen in einzelne Länder. Dies kann Anleger dabei unterstützen, ihre langfristigen Ziele durch alle Arten von Märkten hindurch zu verfolgen.

Abb. 4: Wertentwicklung eines Euros 1999–2018 Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Diversifikation sichert weder einen Gewinn noch bietet sie einen garantierten Schutz gegen Verluste in einem rückläufigen Markt. Risiken umfassen Kapitalverluste und Wertschwankungen. Internationale Anlagen beinhalten spezielle Risiken wie beispielsweise Währungsschwankungen und politische Instabilitäten. Anlagen in Wachstumsmärkten können diese Risiken verstärken. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind. In EUR. Man kann nicht direkt in Indizes investieren. Ihre Wertentwicklung enthält daher nicht die mit der Verwaltung eines tatsächlichen Portfolios verbundenen Kosten. Die abgebildeten Daten des Wertwachstums eines Euros, stellen das hypothetische Wachstum eines Euros dar unter Annahme einer Thesaurierung der Renditen, jedoch ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten oder Steuern. Die Grafik dient nur zu Illustrationszwecken und stellt kein tatsächliches Investment dar. Siehe im Anhang für weitere Informationen über den Dimensional Global Market Index.

 

[1] Länderdaten und Daten der börsennotierten Unternehmen zur Verfügung gestellt von Bloomberg.

 

 

Quelle: DIMENSIONAL GLOBAL MARKET INDEX

Januar 1990-heute: Zusammengestellt von Dimensional auf Basis von CRSP und Compustat Daten. Marktkapitalisierungsgewichteter Index von Wertpapieren in den zulässigen Märkten. Die monatlichen Indexrenditen werden als einfacher Durchschnitt der monatlichen Renditen von vier Teilindizes berechnet, die jeweils einmal im Jahr am Ende jedes Quartals neu zusammengesetzt werden. Maximale Indexgewichtung jedes Unternehmens beträgt 5%. Zu den Ländern gehören derzeit Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten. Ausnahmen: REITs und Investmentgesellschaften. Der Index wurde von Dimensional Fund Advisors rückwirkend berechnet und existierte nicht vor April 2008.

Quelle: Dimensional Fund Advisors Ltd.

Die in diesem Artikel dargestellten Ansichten und Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die von Dimensional Fund Advisors Ltd. (DFAL) vertretenen Ansichten und Meinungen wider. DFAL kann weder die Richtigkeit noch die Vollständigkeit zusichern und übernimmt keine Haftung für Verluste, die aus der Nutzung des Materials entstehen. Dieses Material dient nur zu Informationszwecken. Es stellt keine Empfehlung und kein Angebot zur Zeichnung oder zum Kauf von hier genannten Produkten oder Dienstleistungen dar. Die zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine ausreichende Grundlage für Anlageentscheidungen dar.

Inhalt, Form und Aussagen des Artikels dienen der Information und sind auf die jeweilige Firmenidentität und Marke anzupassen.

DFAL gibt Informationen und Unterlagen in Englisch heraus und kann die Informationen und Unterlagen zusätzlich auch in anderen Sprachen herausgeben. Die fortlaufende Akzeptanz von Informationen und Unterlagen durch den Empfänger von DFAL konstituiert das Einverständnis des Empfängers, dass ihm die Informationen und Unterlagen, und sofern relevant in mehr als einer Sprache, zur Verfügung gestellt werden.

RISIKEN

Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der angelegte Kapitalwert sowie die daraus erzielte Kapitalrendite unterliegen Schwankungen, sodass der Wert der Anteile eines Investors bei Rückgabe über oder unter dem Erwerbskurs liegen kann. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind. Diversifikation sichert weder einen Gewinn noch bietet sie einen garantierten Schutz gegen Verluste in einem rückläufigen Markt.

 

Lassen Sie uns über Geld reden!

Wo ist denn mein Geld noch sicher?

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Handelsstreit, Konjunkturflaute, Minuszinsen, Brexit… Aktuell es gibt es viele besorgniserregende Schlagzeilen in den Medien. Da ist es durchaus verständlich, dass Ängste um die Sicherheit des eigenen Geldes aufkommen.

Zunächst ist festzuhalten, dass wir mit einer Wahrscheinlichkeit von weit über 97% ein deja vu erleben. Wenn alle negativen Nachrichten verarbeitet sind, gehen die Märkte zur Tagesordnung über. Zu einem Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystem wird es bestimmt nicht kommen.

Vor diesem Hintergrund ist die Investition des Ersparten in einem Investmentfonds eine Möglichkeit, das Geld sicher anzulegen. Fonds sind per Gesetz Sondervermögen. Dies bedeutet, dass die im Fonds angelegten Kundengelder gesondert aufbewahrt werden müssen. Falls also die Fondsgesellschaft oder Ihre Hausbank pleite gehen sollten, ist das Geld im Fonds geschützt und somit nicht weg.

Per Gesetz gibt es auch die Einlagensicherung von 100.000 € auf Bankguthaben pro Kunde und Bank. Falls Sie also bis zu dieser Summe Geld auf Ihren Spar- und Tagesgeldkonten haben, ist diese ebenfalls geschützt. Falls es jedoch zu einer umfassenden Finanzkrise wie 2009 kommen sollte, würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen.

Das Geld im Bankschließfach oder zu Hause aufzubewahren, könnte eine weitere sichere Maßnahme zum Schutz des Geldes zu sein. Auf diese Weise entgehen Sie auch dem drohenden Minuszins. Falls jedoch bei Ihnen oder der Bank eingebrochen wird, kann das Geld allerdings pfutsch sein. Zudem setzen Sie Ihr Erspartes auch ungeschützt dem Kaufkraftverlust durch den Inflationsanstieg aus.

Die sicherste Anlage, die man sich vorstellen kann, ist eine deutsche Bundesanleihe. Und zwar dann, wenn sie in einem Depot bei der Bundeswertpapierverwaltung gelagert wird. Jedoch hat diese Sicherheit ihren Preis. Für eine fünfjährige Bundesanleihe gibt es aktuell einen Zins von minus 0,3%. Hinzu kommt auch hier die Geldschwächung durch die Inflation. Bleibt noch Gold: Es ist seit Urzeiten als Krisenmetall bekannt. Ein Anteil von 5-7,5% am Gesamtvermögen ist durchaus denkbar. Idealerweise als Barren oder Münzen gekauft und im Schließfach oder einem anderen sicheren Ort gelagert. Die Sicherheit ist aber nur scheinbar aus meiner Sicht. Denn, wenn es zu einer extremen Krise kommen sollte, müssen Sie natürlich dann jemand finden, der Ihnen Ihr Gold abkauft.

Sie sehen schon, absolute Sicherheit ist nicht einfach zu erreichen. Ein gut aufgestelltes Investmentdepot mit Aktien und Anleihen, flankiert mit Gold und möglicherweise einer eigenen Immobilie, ist eine gute Möglichkeit, das Vermögen zu schützen und sogar zu vermehren.

Eine Investition in Spar- und Bankguthaben, Lebensversicherungen und Bausparverträgen ist dagegen ein garantiertes Verlustgeschäft mit nur bedingter Sicherheit.

Marktbericht

Marktbericht – Kein Grund zur Sorge

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In den vergangenen Tagen kam es zu teils kräftigen Rückgängen an den Weltbörsen. Der Handelskrieg zwischen den USA und China belastet die Märkte. Anleger rund um den Globus befürchten ein Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession. Die Sorgen sind nicht unberechtigt, denn jüngste Wirtschaftsdaten aus Deutschland und China zeigen, dass sich die Konjunktur deutlich abkühlt.

Die Sorge, dass es nun zu einem Börsencrash kommt, ist aus meiner Sicht völlig unbegründet. Die negativen Entwicklungen sind in den heutigen Kursen bereits eingepreist, denn die Börse läuft den eigentlichen Entwicklungen gerne ein Stück voraus. Wenn es am Ende nachher doch nicht so schlimm kommt, wird das von den Investoren schnell wieder korrigiert und dann gehen die Weltbörsen auch erneut zur Tagesordnung über.

In dem abgebildeten Chart des US-amerikanischen Index S+P 500 ist der aktuelle Kursrückgang als kleine Delle im langfristigen Aufwärtstrend zu erkennen. Solch ein Blick hilft, sich nicht allzu sehr vom Tagesgeschäft an den Börsen beeinflussen zu lassen.

5-Jahresentwicklung des S+P 500, Quelle: Comdirect Bank

Wichtig ist ein Blick auf die übergeordneten Einflussfaktoren, die auf die Börsen wirken. Hier sind beispielsweise die Zinsen zu nennen. In Europa wird es noch für lange Zeit eine Null-Zinspolitik geben. In den USA hat die Zentralbank mittlerweile auch eine Kehrtwende gemacht und damit begonnen, die Leitzinsen zu senken. Ein Niedrigzinsumfeld ist positiv für Unternehmensgewinne und damit für die Aktienkurse. Zudem sind mittlerweile auch die Renditen der Anleihen deutlich gesunken. Für zehnjährige US-Staatsanleihen gibt es nur noch 1,75 Prozent. Dies bedeutet, dass bereits jetzt die Mehrheit der Aktien in den USA eine höhere Dividendenrendite aufweist als Anleihen. Damit ist die Attraktivität der Aktie weiter gestiegen.

In der heutigen Zeit ist es nicht einfach, Anlagen zu finden, die das Kapital erhalten bzw. zu einem Vermögenszuwachs führen. Trotz des schon lange laufenden Aufschwungs sind Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen unterbewertet.

Es macht daher Sinn, den aktuellen Entwicklungen an den Weltbörsen mit einer gewissen Gelassenheit entgegen zu treten. Es ist gut möglich, dass es schon sehr bald wieder aufwärts geht. Dafür spricht auch, dass ab kommenden Montag gemäß der 16-Wochen-Strategie eine positive Tendenz an den Börsen erwartet wird.

Mein Rat lautet daher: Bleiben Sie ganz ruhig. Ihre gut ausgearbeitete Strategie hilft Ihnen, auch in einer Abschwungphase auf Kurs zu bleiben. Vielleicht ist es ja sogar gerade jetzt eine gute Zeit, um Bestände in Aktienfonds-Investments aufzustocken.

Geldanlage

Die Börsen-Erfolgsstrategie

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Michael Herrmann © Von Grund auf bin ich Langfristinvestor. Eine prognosefreie Investment-Strategie, die sich an finanzwissenschaftlichen Kriterien orientiert, sollte das Fundament für jeden sinnvollen Vermögensaufbau darstellen. In meiner weit über 30-jährigen Börsenerfahrung habe ich unzählige Strategien getestet und musste immer wieder feststellen, dass damit auf lange Zeit kein Mehrwert gegenüber der allgemeinen Marktentwicklung zu erzielen ist.

Vor mehr als 2 Jahren bin ich beim Lesen eines Buches von Thomas Gebert auf ein spannendes Phänomen gestoßen. Danach folgt der Verlauf des DAX einem 16-Wochen-Rhythmus. Eher beiläufig habe ich die Strategie in einem wikifolio-Musterdepot mitlaufen lassen.

Und nun…sehen Sie selbst:

© 2019 wikifolio Financial Technologies AG |Grüne Linie: Entwicklung des wikifolio-Musterdepots „16-Wochenstrategie“ vom 13.07.2017 bis 13.08.2009 (+33,5%) | Lila Linie: Entwicklung des DAX (-8,5%)

Seit Juli 2017 zeigt die Kurve die Kurve mit leichten Schwankungen kontinuierlich nach oben, der DAX wurde um Längen geschlagen und das Ganze bei einem maximalen Kursrückgang von 11,4%.

Was steckt hinter der Strategie?

Thomas Gebert hat den Kursverlauf des DAX von 1960 bis 2016 intensiv analysiert. Er hat dabei festgestellt, dass die Kursveränderung des DAX einem 16-Wochen-Rhythmus unterliegt. So gibt es innerhalb dieses Taktes Wochen, in denen Abwärtsschübe signifikant höher auftraten. Beispielsweise hätte eine Investition in der 11.Woche zu einer Wertminderung des Depots um 61% geführt. Eine Investition in jeweils der 13.Woche hätte dagegen zu einem Depotanstieg um den Faktor 4,1% geführt (vgl. Gebert 2016, S.65).
Gründe, warum es zu solchen regelmäßig auftretenden Kursverläufen kommt, sind eher spekulativer Natur. Gebert führt an, dass der Grund dafür in den Menschen selbst zu finden ist. In bestimmten zeitlichen Abständen neigen diese immer wieder zu Furcht und Panik.
Auch wenn das Ganze etwas magisch erscheint und es keine richtigen Erklärungen dafür gibt, ist festzuhalten: Es funktioniert!

Wie kann ich von dieser Strategie profitieren?

Ich bilde diese Strategie seit Juli 2017 in einem wikifolio-Musterdepot nach. Dabei orientiere ich mich an der Strategie von Gebert. In bestimmten Wochen sollen DAX-ETFs, in anderen ShortDAX-ETFs zum Einsatz kommen. In den neutralen Wochen soll auf Gold gesetzt werden. Dieses wikifolio-Musterdepot ist mittlerweile emittiert, d.h. zum Börsenhandel freigegeben.

Was ist ein wikifolio?

Ein wikifolio-Musterdepot ermöglicht es Tradern, eine bestimmte Handelsidee in fiktiven Musterdepots umzusetzen. Diese können unter www.wikifolio.com öffentlich sichtbar gemacht werden. Wenn diese Handelsidee überzeugend genug ist, kann die Auflegung eines wikifolio-Zertifikats beantragt werden. Diese Zertifikate werden von der Lang&Schwarz AG emittiert und können bei nahezu allen Banken über die Börse Stuttgart oder im Direkthandel mit Lang&Schwarz gekauft bzw. verkauft werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.wikifolio.com.

Zum Schluss für Sie noch ein kleiner Sicherheitshinweis:
Eine solche Strategie, die von mir in dem wikifolio-Musterdepot umgesetzt wird, kann eine interessante, kleine Depotbeimischung sein. Für einen sinnvollen Vermögensaufbau sollte der überwiegende Teil des Kapitals langfristig, breit gestreut und nach wissenschaftlichen Kriterien angelegt werden.

Weitere Fakten und Informationen (u.a. zum aktuellen Kursstand) meines wikifolio-Musterdepots „16-Wochenstrategie“ finden Sie unter:

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf016weeks

Quelle: Thomas Gebert: Was zu tun ist, wenn es so weit ist. Kapitalschutz in unsicheren Zeiten. Kulmbach 2016: Börsenbuchverlag.

Wichtiger Hinweis:
Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar.
Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen und Prüfung der Inhalte kann von mir keine Haftung irgendeiner Art übernommen werden. Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der in dieser Kategorie gemachten Angaben übernommen werden, und keine Aussage in dieser Ausarbeitung ist als solche Garantie zu verstehen.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

Geldanlage

Adviser Alpha – Mehrwert guter Beratung

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Adviser Alpha – Mehrwert guter Beratung

„Berater bewahren ihre Kunden vor kostspieligen Fehlern, und genau das ist ihre Aufgabe.“

Jack C.Bogle, Begründer der Indexfonds

Während einige Kunden der Meinung sein können, dass ein Honorar für einen Berater unnötig sei, hat Vanguard in einer Studie das Gegenteil ermittelt. Eine gute Beratung hat demnach ein Mehrwertpotenzial von rund 3% Nettorendite im Durchschnitt pro Jahr.

Wie es zu dieser enormen Mehrwertsteigerung kommt, erklärt das Adviser Alpha Konzept von Vanguard. Traditionell versuchten Anlageberater in der Vergangenheit hauptsächlich eine Outperformance für ihre Kunden zu erzielen. Dies führte in der Regel zu nachhaltigen Enttäuschungen auf der Kundenseite, denn die Märkte nach Gebühren und Steuern auf Dauer zu schlagen, ist so gut wie unmöglich.

Der Mehrwert einer guten Beratung entsteht eher durch verlässlichere Aspekte einer Kundenbeziehung. Diese Mehrwertkomponenten sind im Einzelnen:

 

1. Bestimmung der richtigen Asset Allokation:

Hier geht es darum, den richtigen Rendite-Risiko-Mix für den Anleger zu finden. Dieser wird auf der Grundlage einer eingehenden Analyse der Ziele, Wünsche und der individuellen Risikotragfähigkeit des jeweiligen Anlegers ermittelt. In die Umsetzung fließen dann finanzwissenschaftliche Erkenntnisse ein, die dazu beitragen, das Renditepotenzial des Anlegerdepots bei gleichzeitiger Minimierung der Schwankungsintensität zu erhöhen. Der genaue Mehrwert dieser Komponente ist natürlich abhängig von der individuellen Kundensituation und lässt dich daher nur schwer quantifizieren. Signifikant ist er aber auf jeden Fall.

 

2. Rebalancing:

Wenn einmal der individuelle prozentuale Anteil von Aktien und Anleihen ermittelt worden ist, z.B. 60% Aktien und 40% Anleihen, dann gilt es, in regelmäßigen Abständen (i.d.R. 1mal jährlich) das Depot auf diesen Wert anzupassen. Falls dies nicht geschieht, entfernt sich der Depotwert langfristig vom Rendite-Risikoprofil des Anlegers (vgl. Abbildung). Zudem wird auf diese Weise sozusagen per Automatismus antizyklisch investiert. Sind also beispielsweise Aktien in einem Jahr schlecht gelaufen, wird am Jahresende der „Aktientopf“ wieder aufgefüllt. Das Rebalancing kann einen Mehrwert von bis zu 0,51% p.a. Rendite bringen. Bei meinen Kundendepots und bei den Modellportfolios in meinem Fondsshop kommt das Rebalancing automatisch zum Einsatz.

 

3. Kosteneffiziente Implementierung:

Die Entwicklung der Finanzmärkte kann nicht vorhergesagt werden. Die Kosten der Finanzprodukte aber schon. Es gilt, möglichst kostengünstige Investments zu finden, die möglichst nahe an die Jahresrenditen herankommen. Aktiv gemanagte Fonds können mit Ausgabeaufschlägen, laufenden Gebühren und Transaktionskosten bei deutlich über 3% Kosten im Jahr liegen. Andere Produkte wie ETFs oder Dimensional-Fonds haben keine Ausgabeaufschläge und laufende Kosten von vielleicht 0,3 bis 0,35% im Jahr. Vanguard hat ermittelt, dass der Mehrwert pro Jahr bei dieser Komponente im Schnitt bei 0,55 bis 0,59% Rendite liegt.

 

4. Verhaltenscoaching:

Nach der Vanguard-Studie führt diese Komponente mit durchschnittlich 1,5% p.a. zum größten Mehrwert in den Kundendepots. Märkte sind effizient. Jeglicher Versuch von Fondsmanagern oder Tradern, die Märkte schlagen zu wollen, schlägt auf lange Sicht fehl. Ein guter Berater gibt Unterstützung bei der Vermeidung des größten Anlegerfehlers: Die Märkte „timen“ zu wollen oder bei Kursrückgängen panisch zu verkaufen.

 

5. Steuerliche Optimierung:

In der Honorarberatung wird Wert daraufgelegt, die steuerliche Situation des Anlegers zu optimieren. Dazu kann z.B. zählen, dass

    • ETFs gewählt werden, die dem Anleger steuerliche Vorteile bringen.
    • Freibeträge optimal ausgenutzt werden.
    • ggf. Netto-Fondspolicen zum Einsatz kommen, die bei der Altersvorsorge oder im Vererbungsfall erhebliche Steuervorteile bringen können. Der Mehrwert für den Kunden wurde bei dieser Komponente mit bis zu 0,21% Rendite pro Jahr ermittelt.

 

6. Ruhestandsplanung:

Bei dieser Komponente geht es darum, ein ganz individuelles Konzept für den Kunden zu entwickeln, wie eine Entnahme aus dem Vermögen sinnvoll für den Ruhestand oder die Gestaltung der Phase der finanziellen Unabhängigkeit durchgeführt werden kann. In diesen Bereich fallen natürlich auch der Einsatz steuerbegünstigter Anlagen sowie Überlegungen zum Vermögenstransfer an die nächste Generation. Der Mehrwert für diese Komponente liegt laut Studie ebenfalls bei bis zu 0,21% p.a..

 

7. Total Return versus Income-Strategien:

Bei einer klassischen Bankberatung kommt es oft zu einer Überbetonung von bestimmten Strategien bzw. Produkten. Es ist gar nicht so selten, dass sich nur ganz bestimmte Themen in den Kundendepots wiederfinden (z.B. Fonds mit Dividenden-Aktien oder Staatsanleihen). Es gilt, diese Klumpenrisiken für die Kunden zu vermeiden. Im Gegensatz dazu soll die globale Marktrendite (Total Return) in den Fokus gerückt werden, um eine optimale Wertentwicklung der Kundendepots zu ermöglichen. Der Mehrwert für diese Komponente ist ebenfalls signifikant, jedoch sehr kundenspezifisch.

Jeder Kunde ist natürlich anders und der Mehrwert kann auch von Jahr zu Jahr schwanken. Unter dem Strich ist bei einer serviceorientierten Kunden-Berater-Beziehung ein deutlich verbessertes Gesamtergebnis zu erwarten.

Die einzelnen Komponenten des dargestellten „Adviser Alpha“-Konzepts sind wesentlicher Bestandteil meiner unabhängigen Honorar-Finanzanlagenberatung. Ich setze es erfolgreich und gewinnbringend sowohl in der Beratung und Betreuung meiner Kunden als auch in den Modellportfolios in meinem Fondsshop um.

Quelle:

Bennyhoff, Donald G., Francis M. Kinniry Jr., and Michael A. DiJoseph, 2018. The Evolution of Vanguard Advisor’s Alpha®: From Portfolios to People. Valley Forge, Pa.: The Vanguard Group.

Geldanlage

Friedrich Merz empfiehlt Aktiensparen zur Altersvorsorge. Was sagen Sie dazu, Herr Britt? (Gastbeitrag von Volker Britt, Geschäftsführer bei HonorarKonzept GmbH)

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Friedrich Merz empfiehlt Aktiensparen zur Altersvorsorge. Was sagen Sie dazu, Herr Britt?

(Gastbeitrag von Volker Britt, Geschäftsführer bei HonorarKonzept GmbH)

Friedrich Merz hat Recht. Auch ich bin der festen Überzeugung, dass nur mit Aktiensparen eine auskömmliche private Altersversorgung aufgebaut werden kann. Entsprechend favorisiere ich eine kosten- und steuergünstige Kombination aus ETF-Aktiensparplan und Nettofondspolice. Dabei sollte sich der Aktiensparer auf die Dinge konzentrieren, die die Rendite treiben und die er kontrollieren kann. Diese sind meiner Meinung nach:

Aktien sind volatil – Kursrückgänge müssen mit festverzinslichen Anlagen abgefedert werden. Entsprechend ist die Aktienquote in Abhängigkeit von Risikotoleranz und Anlagezeitraum zu wählen.

Weltweite Diversifikation – bereits Mitte der 90er Jahre sollten die Deutschen durch die Ausgabe der T-Aktie eine Nation von Aktionären werden. Viele Kleinaktionäre konnten durch umfangreiche Werbekampagnen (1. und 2. Tranche) gewonnen werden. Allerdings rauschte der Kurs der T-Aktie zur Jahrtausendwende von über 100 Euro auf unter 10 Euro ab und viele Aktiensparer verkauften mit Verlust. An diesem Beispiel wird deutlich: Ein Investment in Einzelaktien birgt hohe Risiken, vor allem wenn alles auf eine Karte gesetzt wird. Eine breite Streuung in Form von Aktienfonds ist wichtig.

Niedrige Kosten – je höher die Gebühren eines Aktienfonds, desto niedriger sind die Aussichten für die Performance. Hinzu kommt, dass nur wenige aktive Fonds ihre Benchmark dauerhaft schlagen. Deshalb eignen sich insbesondere ETF für kostengünstige Aktiensparpläne.

Steuerprivilegien von fondsgebundenen Lebens- und Rentenversicherungen bei langlaufenden Aktiensparplänen nutzen – durch das „Einbetten“ eines langfristigen Aktiensparplans in einem Versicherungsmantel lassen sich Steuervorteile erzielen. Diese entstehen zum einen durch die Besteuerung nur der hälftigen Erträge, zum anderen durch die Verschiebung des Besteuerungszeitpunktes an das Vertragsende mit einer einfachen nachgelagerten Besteuerung.

Nettofondspolicen wählen – die steuerlichen Vorteile einer Fondspolice für das Aktiensparen sollten nicht durch zu hohe Kosten für die Versicherung wettgemacht werden. Hier bieten sich kostengünstige Nettopolicen an, die Ihnen ein Honorarberater gerne vermittelt.

Geld Wissen

Warum ist es so wichtig, die eigene Risikobereitschaft zu kennen?

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RisikobereitschaftWarum ist es so wichtig, die eigene Risikobereitschaft zu kennen? Für viele Menschen ist die Finanzwelt immer noch fremd und schwer zu durchschauen. Auf der anderen Seite ist der Wunsch da, mehr aus seinem Geld zu machen. Dies ist auch verständlich, denn auf Spareinlagen gibt es heute so gut wie keine Zinsen mehr. So ist manch einer versucht, zur Bank zu gehen und einen Aktienfonds für das Ersparte zu erwerben. Oder es wird ein Portfolio selber mit überwiegend Aktien oder Aktienfonds zusammengestellt. Mögliche Risiken werden dabei ausgeblendet oder gar nicht bedacht. Im ungünstigen Fall kommt es direkt nach dem Kauf der Aktien oder Fonds zu einem heftigen Rückgang an den Aktienmärkten und das Depot rutscht kurzzeitig kräftig in die Verlustzone. Wenn ein Anleger jetzt verzweifelt ist, schlaflose Nächte hat und überlegt, alles mit Verlust zu verkaufen, dann ist er bzw. sie mit hoher Wahrscheinlichkeit ein für sich zu hohes Risiko eingegangen.

Aus wissenschaftlichen Studien sind fünf unterschiedliche Risiko-Kategorien bekannt: finanzielle, physische, soziale, gesundheitliche und ethische. So kann es sein, dass sich Menschen innerhalb einer Kategorie konsequent verhalten, aber nicht unbedingt in den anderen Kategorien. Ein Rennfahrer z.B. könnte auch durchaus ein Extrem-Skifahrer sein, muss sich aber bei einem Vortrag vor vielen Menschen nicht unbedingt wohl fühlen oder finanziell risikofreudig sein.

Menschen reagieren unterschiedlich auf Risiko. Einige neigen eher dazu, Risiken abzulehnen, während andere diese eher akzeptieren. Gerade für den finanziellen Bereich ist es enorm wichtig, die eigene, persönliche Risikobereitschaft zu kennen. Das bedeutet zu ermitteln, inwieweit ein Anleger ein Risiko eines weniger günstigen Ergebnisses bewusst eingeht, um eventuell ein günstigeres Ergebnis zu erzielen (vgl. ISO 22222 Personal Financial PlanningStandards). Die persönliche Risikobereitschaft umfasst den ganz individuellen Bereich, in dem angstfrei und neutral Entscheidungen getroffen werden können.

Oft machen wir uns Sorgen um die Gefahren, die bestehen, wenn ein zu hohes Risiko eingegangen wird. Es ist aber auch möglich, dass Menschen zu wenig Risiko eingehen und dadurch Chancen verpassen. Studien bestätigen auch, dass Menschen ihre eigene Risikobereitschaft im Allgemeinen nicht genau abschätzen können.

In der unabhängigen Honorarberatung ist es vornehmliches Ziel eine Anlage- oder Vorsorgestrategie zu entwickeln, die zu Ihren Zielen und Ihrer Persönlichkeit passt. Aus diesem Grund gehört die Ermittlung Ihrer Risikobereitschaft als ein wesentlicher Bestandteil dazu.

Hierzu verwende ich ein international anerkanntes und erprobtes Testverfahren von FinaMetrica. Die wissenschaftliche Grundlage hierfür ist die Psychometrie, eine Kombination aus Psychologie und Statistik, mit der persönliche Merkmale wie die Risikobereitschaft hoch valide und zuverlässig gemessen und ausgewertet werden können. Mit Hilfe dieses Testverfahrens ist es für den Anleger und mich als Berater möglich, die persönliche Risikobereitschaft genau und zuverlässig zu ermitteln. Damit ist dann die Basis für die ganz individuelle Anlage- bzw. Vorsorgestrategie geschaffen.

Die verschiedenen Anlageklassen durchlaufen immer wieder Auf- und Abschwünge. Die Risikobereitschaft ist dagegen ein ganz persönliches Merkmal, das sich im Laufe des Lebens nur geringfügig verändert. Zu wissen, wieviel Risiko ich als Anleger tragen kann, hilft, nicht nur ruhig zu schlafen. Es trägt auch ganz wesentlich dazu bei, die eigene Strategie durchzuhalten und am Ende die individuell gesteckten Ziele zu erreichen.

Das Wichtigste bei einer Anlagephilosophie ist, dass man sich auch an sie halten kann.“

Daniel Booth, US-amerikanischer Geschäftsmann

Quellen:

FinaMetrica Pty Limited: „Risiko, Risikobereitschaft und Pychologischer Test“. Fußnoten zum Risikoprofiling, 2019.

Kommer, Gerd: Souverän investieren für Einsteiger. Frankfurt a.M. 2019: Campus Verlag.

Geldanlage

Was ist eigentlich ein Honorar-Finanzanlagenberater?

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Was ist eigentlich ein Honorar-Finanzanlagenberater?

Generell gilt in Deutschland, dass sich Finanzberater – sofern sie nicht bei Banken arbeiten – bei der IHK registrieren lassen müssen: Entweder als Finanzanlagenvermittler (§34f GewO) oder Honorar-Finanzanlagenberater (§34h GewO). Nach Vorgabe der EU wurde die Honorarberatung zum 01.08.2014 gesetzlich in Deutschland reguliert. Die Bezeichnung „Honorar-Finanzanlagenberater“ ist seitdem gesetzlich geschützt. Nur derjenige, der die Zulassung dafür hat, darf auch den Berufstitel führen.

 

Was sind die Kennzeichen eines Honorar-Finanzanlagenberaters?

Er kann den Anleger auch ohne Vermittlungsabsicht beraten. Sein Honorar erhält er ausschließlich vom Kunden. Dies bedeutet, dass er keinerlei Provisionen von dritter Seite, insbesondere dem Produktgeber, annehmen darf. Bei Produkten wie aktiv gemanagten Fonds, bei denen es Bestandsprovisionen gibt, müssen die Vergütungen ohne Abzüge an den Kunden weitergegeben werden.

Laut der Statistik der IHK sieht die Verteilung in Deutschland aktuell so aus:

Finanzanlagenvermittler (§34f)
(arbeiten auf Provisionsbasis)
Honorar-Finanzanlagenberater (§34h)
(arbeiten ausschließlich auf Honorarbasis)

37.784

99,5%

191

0,5%

Quelle: IHK Statistik vom April 2019, www.vermittlerregister.info

Es ergibt sich demnach ein deutliches Übergewicht an Vermittlern. Wenn die hohe Anzahl der Bankberater noch mit hinzugezogen wird, fällt dieses noch viel deutlicher aus. Daraus ergibt sich natürlich die Frage:

 

Warum gibt es so wenige Honorar-Finanzanlagenberater?

Die Frage ist einfach zu beantworten: Bei dem Provisionsmodell des Finanzanlagenvermittlers kann deutlich mehr verdient werden, denn der Vermittler verdient über den Verkauf von Produkten (z.B. aktiv gemangte Fonds). Je höher dabei die Kosten des Produkts sind, desto höher auch der Ertrag für den Vermittler. Die Kunden werden auch gerne dazu animiert, den einen oder anderen Fonds mal zu verkaufen und das Geld dann in einem anderen, neuen Fonds anzulegen. Häufiges Umschichten bringt mehr Ertrag für den Vermittler. Doch das alles geht zu Lasten der Rendite des Anlegers.

Für die Kunden führt es jedoch zu einem deutlich höheren Ertrag, wenn die Produktauswahl unabhängig erfolgt, die Produkte geringe Kosten beinhalten und selten umgeschichtet werden.

Dies kann nur ein Honorar-Finanzanlagenberater für Sie leisten. Denn nur bei dem Honorarmodell existieren gleichgerichtete Interessen zwischen dem Kunden und dem Berater, also eine echte „win-win-Situation“.

 

Sie wollen mehr über die Honorarberatung erfahren?

Kein Problem. Nehmen Sie gerne Kontakt mit mir über mein Kontaktformular auf oder rufen Sie mich an. In einem für Sie völlig kostenfreien und unverbindlichen Gespräch beantworte ich Ihnen gerne Ihre Fragen. Gemeinsam können wir dann schauen, ob eine Honorar-Finanzanlagenberatung für Sie in Frage kommt.

 

Wichtiger Hinweis

Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Alle Angaben in dem Artikel stammen aus eigenen Erfahrungen und Quellen, die ich für vertrauenswürdig halte. Eine Garantie für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.