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Finanzbuchbesprechnungen

Gerd Kommer: Souverän investieren für Einsteiger. Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden.

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Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung, keine Bildung!

Gerd Kommer: Souverän investieren für Einsteiger. Wie Sie mit ETFs ein Vermögen bilden.

Frankfurt a.M. 2019: Campus Verlag, ISBN: 978-3593509181, Preis: 19,95 Euro

Gerd Kommer, bekannt für sein Standardwerk „Souverän investieren mit Indexfonds und ETFs“, hat ein neues Buch geschrieben. Bereits der Titel zeigt auf, an wen sich das Buch richten soll. Menschen, die sich mit Investment noch nicht so gut auskennen, sollen hier einen „simplen, vollständig prognosefreien, nichtspekulativen Anlageansatz“ für ihre Vermögensbildung und Altersvorsorge gezeigt bekommen.
Zunächst werden stichhaltige Gründe für ein Investieren in Aktien bzw. ETFs aufgeführt. Die Inflation aber auch aktuell geringe Renditen bei traditionellen Sparformen wie Tagesgeldkonten, Lebensversicherungen oder Bausparverträgen werden genannt. Im Anschluss wird der Leser in 15 Grundprinzipien einer erfolgreichen Vermögensbildung eingeführt. Hierbei wird zum einen auf ganz pragmatische Dinge wie „nicht auf Omas Immobilienlegende reinfallen“ eingegangen. Zum anderen wird klar analysiert, weshalb sich hohe Nebenkosten in Finanzprodukten schädlich auf die Rendite auswirken können. Zudem steht der Anleger sich oft selbst im Weg, denn kognitive Denkfehler können schnell zu fatalen Ergebnissen beim Investieren führen.
Gerd Kommer beschreibt dann detailliert den Aufbau und die Funktion von ETFs und gibt Antworten zu praktischen Umsetzungsfragen: Wie legt man ein ETF-Depot an? Wie funktioniert ein ETF-Sparplan? Welche Vorteile bieten ein Rebalancing? Er vergleicht die ETFs dann mit anderen Anlageformen und benennt ganz konkret 17 Anlageprodukte, von denen der Leser lieber die Finger lassen sollte. Mit sämtlichen Investmentmärchen wird hier ganz klar abgerechnet. Besonders gelungen finde ich, dass Gerd Kommer auch in übersichtlicher Form auf die steuerlichen Basics eingeht.
Bei seinem Weltportfolio-Konzept stellt er zwei Konzepte dar und verweist dabei auf sein Standardwerk. Ich bin mir hier allerdings nicht so sicher, ob nun ein Einsteiger danach genau weiß, wie er investieren soll.
Insgesamt ist das Buch in einer verständlichen Sprache geschrieben. Fachspezifische Ausdrücke sind im Buch gekennzeichnet und werden im Glossar näher erläutert. Als Einsteigerbuch ist daher dieses Buch durchaus zu empfehlen. Ich würde jedoch zunächst zur Lektüre des aktuellen Buches von Gottfried Heller raten, da ich dieses für meinen Geschmack für einen Einsteiger in die Thematik etwas verständlicher finde.

Michael Herrmann, 22.Februar 2019

 

Wichtiger Hinweis:

Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar.
Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen und Prüfung der Inhalte kann von mir keine Haftung irgendeiner Art übernommen werden. Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der in dieser Kategorie gemachten Angaben übernommen werden, und keine Aussage in dieser Ausarbeitung ist als solche Garantie zu verstehen.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

Marktbericht

Marktbericht 2018

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Nachdem im Jahr 2017 starke Renditen verzeichnet wurden, lieferten die weltweiten Kapitalmärkte 2018 negative Renditen in Euro. In den Nachrichten waren im Jahresverlauf häufig Berichte über das globale Wirtschaftswachstum, die Unternehmensgewinne, das Rekordtief bei der Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten, die Implementierung des Brexit, die US-amerikanischen Handelskriege mit China und anderen Ländern, sowie einer sich abflachenden Zinsstrukturkurve der US-Staatsanleihen zu lesen. Die weltweiten Aktienmärkte erzielten bis September positive Renditen, gefolgt von einem Rückgang im vierten Quartal, was dazu führte, dass der S&P 500 Index eine Jahresrendite von 0,4% erzielte und der MSCI All Country World Index eine Rendite von -4,9% verzeichnete. (mehr …)

Geldanlage

Die Börsen-Erfolgsstrategie

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Michael Herrmann © Von Grund auf bin ich Langfristinvestor. Eine prognosefreie Investment-Strategie, die sich an finanzwissenschaftlichen Kriterien orientiert, sollte das Fundament für jeden sinnvollen Vermögensaufbau darstellen. In meiner weit über 30-jährigen Börsenerfahrung habe ich unzählige Strategien getestet und musste immer wieder feststellen, dass damit auf lange Zeit kein Mehrwert gegenüber der allgemeinen Marktentwicklung zu erzielen ist.

Vor gut 2 Jahren bin ich beim Lesen eines Buches von Thomas Gebert auf ein spannendes Phänomen gestoßen. Danach folgt der Verlauf des DAX einem 16-Wochen-Rhythmus. Eher beiläufig habe ich die Strategie in einem wikifolio-Musterdepot mitlaufen lassen.

Und nun…sehen Sie selbst:

© 2019 wikifolio Financial Technologies AG |Grüne Linie: Entwicklung des wikifolio-Musterdepots „16-Wochenstrategie“ vom 13.07.2017 bis 08.02.2019 (+28,3%) | Lila Linie: Entwicklung des Deutschen Aktien-Index (DAX)

Seit Juli 2017 zeigt die Kurve kontinuierlich nach oben, der DAX wurde um Längen geschlagen und das Ganze bei einem maximalen Kursrückgang von 8,8%.

Was steckt hinter der Strategie?

Thomas Gebert hat den Kursverlauf des DAX von 1960 bis 2016 intensiv analysiert. Er hat dabei festgestellt, dass die Kursveränderung des DAX einem 16-Wochen-Rhythmus unterliegt. So gibt es innerhalb dieses Taktes Wochen, in denen Abwärtsschübe signifikant höher auftraten. Beispielsweise hätte eine Investition in der 11.Woche zu einer Wertminderung des Depots um 61% geführt. Eine Investition in jeweils der 13.Woche hätte dagegen zu einem Depotanstieg um den Faktor 4,1% geführt (vgl. Gebert 2016, S.65).
Gründe, warum es zu solchen regelmäßig auftretenden Kursverläufen kommt, sind eher spekulativer Natur. Gebert führt an, dass der Grund dafür in den Menschen selbst zu finden ist. In bestimmten zeitlichen Abständen neigen diese immer wieder zu Furcht und Panik.
Auch wenn das Ganze etwas magisch erscheint und es keine richtigen Erklärungen dafür gibt, ist festzuhalten: Es funktioniert!

Wie kann ich von dieser Strategie profitieren?

Ich bilde diese Strategie seit Juli 2017 in einem wikifolio-Musterdepot nach. Dabei orientiere ich mich an der Strategie von Gebert. In bestimmten Wochen sollen DAX-ETFs, in anderen ShortDAX-ETFs zum Einsatz kommen. In den neutralen Wochen soll auf Gold gesetzt werden. Dieses wikifolio-Musterdepot ist mittlerweile emittiert, d.h. zum Börsenhandel freigegeben.

Was ist ein wikifolio?

Ein wikifolio-Musterdepot ermöglicht es Tradern, eine bestimmte Handelsidee in fiktiven Musterdepots umzusetzen. Diese können unter www.wikifolio.com öffentlich sichtbar gemacht werden. Wenn diese Handelsidee überzeugend genug ist, kann die Auflegung eines wikifolio-Zertifikats beantragt werden. Diese Zertifikate werden von der Lang&Schwarz AG emittiert und können bei nahezu allen Banken über die Börse Stuttgart oder im Direkthandel mit Lang&Schwarz gekauft bzw. verkauft werden. Weitere Informationen finden Sie unter www.wikifolio.com.

Zum Schluss für Sie noch ein kleiner Sicherheitshinweis:
Eine solche Strategie, die von mir in dem wikifolio-Musterdepot umgesetzt wird, kann eine interessante, kleine Depotbeimischung sein. Für einen sinnvollen Vermögensaufbau sollte der überwiegende Teil des Kapitals langfristig, breit gestreut und nach wissenschaftlichen Kriterien angelegt werden.

Weitere Fakten und Informationen (u.a. zum aktuellen Kursstand) meines wikifolio-Musterdepots „16-Wochenstrategie“ finden Sie unter:

https://www.wikifolio.com/de/de/w/wf016weeks

Quelle: Thomas Gebert: Was zu tun ist, wenn es so weit ist. Kapitalschutz in unsicheren Zeiten. Kulmbach 2016: Börsenbuchverlag.

Wichtiger Hinweis:
Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar.
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Lassen Sie uns über Geld reden!

Macht es jetzt Sinn, Gold zu kaufen?

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Macht es jetzt Sinn, Gold zu kaufen? In Deutschland ist die Nachfrage nach Gold im Vergleich zu anderen europäischen Ländern schon immer recht hoch gewesen. Gold wird in Deutschland in Verbindung mit Sicherheit gebracht. In der Tat hat Gold den Vorteil, dass es nicht auf einmal weg sein kann. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist und bleibt Gold daher ein Werterhaltungsmedium. Wer also an Untergangsszenarien wie einem neuen Weltkrieg oder einem ungeordneten Kollaps der EU glaubt, für den könnte ein Goldkauf in Frage kommen. Gold wird zudem in Deutschland steuerlich attraktiv behandelt, denn nach einer Halteperiode von 12 Monaten sind Wertsteigerungsgewinne steuerfrei. Ein weiterer Vorteil eines Kaufes von Gold könnte sein, dass es eine recht geringe parallele Entwicklung zum Weltaktienmarkt hat. Wenn es also mit den Aktien mal kräftig runtergeht, könnte Gold für eine gewisse Stabilität im Depot sorgen.
Wenn jemand unbedingt Gold kaufen möchte, würde ich raten, maximal 7,5% im Depot zu halten. Die Gründe hierfür sind:
Im Gegensatz zu Aktien oder Anleihen erzeugt Gold keine laufenden Erträge. Der Anleger profitiert also nur, wenn der Goldpreis ansteigt. Dies war in der Vergangenheit leider nur sehr mäßig der Fall. Die langfristige Rendite von etwas mehr als 2% p.a. kompensiert gerade einmal den Inflationsanstieg. Und dies wurde mit einem höheren Risiko als bei einem Aktieninvestment „erkauft“. Denn es gab Phasen, da hat sich der Goldpreis locker mal halbiert. Zudem kommt die Frage der Lagerung auf? Im Idealfall erwirbt der Anleger Münzen oder Barren. Doch wo soll er sie aufbewahren? Im Garten oder im Bankschließfach? Sicherheit sieht sicher anders aus.
Eine Alternative wäre der Erwerb von Xetra-Gold. Dies ist eine auf Goldbestände lautende Anleihe, die in Euro gehandelt wird. Der Käufer kann damit flexibel und kostengünstig an der Goldpreisentwicklung teilhaben. Zudem wird echtes Gold in einem Tresor in Frankfurt für die Anleihe hinterlegt. Wenn der Anleger es wünscht, kann er sich theoretisch Gold nach Hause liefern lassen. Aber wichtig zu wissen: Xetra-Gold ist kein Sondervermögen, d.h. wenn die Deutsche Börse mal pleite gehen sollte, ist das Geld weg.
Seit Jahresbeginn zieht der Goldpreis wieder an. Um von Gold als Kapitalanlage wirklich zu profitieren, muss schon der günstige Kauf- und Verkaufspunkt erwischt werden. Doch wer schafft das schon? Dann sind wir auch plötzlich Spekulanten und das hat dann mit einer langfristigen soliden Kapitalanlage wenig zu tun.

Michael Herrmann, 09.02.2019

Lassen Sie uns über Geld reden!

Werden Aktien auch in Zukunft steigen?

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Werden Aktien auch in Zukunft steigen? Experten rechnen damit, dass die gesetzliche Rente für die Generation der 20– bis 35-Jährigen nur noch bei knapp 40 Prozent des letzten Bruttoeinkommens liegen wird. Auf den ersten Blick ist das ein düsterer Ausblick. Doch wer sich dieser Situation frühzeitig bewusst ist, kann gegensteuern und rechtzeitig ausreichend Kapital aufbauen. Damit das gelingt, muss das Sparen mit Aktien stärker in den Fokus für die Altersvorsorge gerückt werden. In der Vergangenheit ließen sich damit langfristig hohe Erträge erzielen. Auf die Gründe, warum das auch in Zukunft so sein wird, gehe ich in diesem Video ein.

Lassen Sie uns über Geld reden!

Warum bleibt bei Lebensversicherungen am Ende so wenig übrig?

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Warum bleibt bei Lebensversicherungen am Ende so wenig übrig? Die Lebensversicherung ist sowas wie Tradition in Deutschland. Doch mittlerweile rücken Kapitallebens- und private Rentenversicherungen immer näher an den Abgrund. Durch die jährlichen Mitteilungen der Versicherer werden die Kunden zunehmend verunsichert. Denn die Ablaufleistungen werden immer weiter gesenkt. Damit steht die Altersvorsorge vieler Menschen auf dem Spiel. In dem Video erläutere ich, welche Rolle die Kosten an den Versicherer dabei spielen.

Lassen Sie uns über Geld reden!

Was sind ETFs? Und welche Vorteile bieten Sie mir?

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Was sind ETFs? Und welche Vorteile bieten Sie mir? Die Abkürzung ETF steht für „Exchange-Traded Fund“, was zu Deutsch „börsengehandelter Fonds“ bedeutet.

Ich erkläre es meinen Kunden gerne mit

E= Einfach
T= Transparent
F= Flexibel

Einfach deshalb, weil der ETF lediglich versucht, einen Finanzmarktindex abzubilden. Das könnte z.B. der Deutsche Aktien Index (DAX) sein, der die 30 größten Unternehmen Deutschlands enthält. Steigt der DAX also um 10% in einem Jahr, zeigt der ETF auf den DAX eine ganz ähnliche Wertentwicklung.
Dadurch, dass der ETF einen festgelegten Index abbildet, weiß der Anleger genau, in welchen Einzelwerten er investiert ist. Dies bietet eine hohe Transparenz. ETF-Anteile sind zudem hochflexibel, d.h. sie können jederzeit zum Marktpreis gekauft bzw. verkauft werden.
Was sind die entscheidenden Vorteile für den Anleger?
1. Das Geld kann ganz einfach breit gestreut in einer Vielzahl von Unternehmen oder Anleihen investiert werden. Dies ist mit Direktanlagen in beispielsweise Aktien so gut wie gar nicht möglich.
2. Bereits mit kleinen Anlagebeträgen kann ich mein Geld weltweit in den unterschiedlichsten Märkten und Anlageklassen streuen.
3. Die Kosten sind extrem niedrig, denn ETFs kommen ganz ohne teures Fondsmanagement aus. Gerade diese Kostenersparnis bringt dem Anleger über die Jahre einen enormen Mehrwert gegenüber aktiv gemanagten Fonds.

Michael Herrmann, 24.Januar 2019

Geld Wissen

Mit Geld spielt man nicht – oder doch?

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Mit Geld spielt man nicht – oder doch? Mit Sicherheit kennen Sie diesen Spruch. Viele Menschen versuchen sich auch daran zu halten, vermeiden Spielcasinos, unnütze Ausgaben, all das, wo von vorneherein klar ist, dass das mühsam verdiente Geld weg sein kann. Insbesondere die Deutschen sind bekannt für ihre Risikoaversität und packen ihr Erspartes sprichwörtlich unter das Kopfkissen. Das „Kopfkissen“ sind Giro -oder Tagesgeldkonten. Die Deutsche Bundesbank teilte kürzlich mit, dass das Geldvermögen der Privathaushalte in 2018 erstmals über 6 Billionen Euro beträgt. Der Großteil dieser Summe steckt in Bankeinlagen und Lebensversicherungen. Doch bekannterweise gibt es dort heutzutage kaum noch Zinsen und viel schlimmer noch: Man fängt auch hier an, mit seinem Geld zu spielen. Denn am „Kopfkissen“ nagt die Inflation, die auf Dauer zu einer recht empfindlichen Entwertung der Kaufkraft des Geldes führt.
Ein gesundes Maß an Risikoverhalten ist heutzutage bei der Geldanlage von Nöten. Doch muss ich als Anleger dann automatisch zum Spieler werden? Natürlich nicht, sofern mein Geld nach finanzwissenschaftlichen Erkenntnissen arbeitet. Auf lange Sicht bringt beispielsweise eine Geldanlage in deutsche Aktien 7-8%, in amerikanische Aktien sogar noch etwas mehr. Die Wissenschaft empfiehlt in diesem Zusammenhang: Passivität!
Das bedeutet, kostengünstige Anlageprodukte, sogenannte Indexfonds oder ETFs erwerben, die einen bestimmten Anlagemarkt abbilden, und…. Halten! So lange und ausdauernd wie möglich.
Doch was machen die meisten Menschen, wenn sie sich nach längerem Überlegen doch für eine Aktienanlage entscheiden: Sie werden indirekt zu Spielern. Indirekt deshalb, weil sie im Vertrieb der Banken oft aktiv gemanagte Aktienfonds empfohlen bekommen. Diese hinken jedoch leider meist der allgemeinen Marktentwicklung auf lange Sicht hinterher. Woran liegt das? Aktiv gemanagte Fonds werden von Menschen geleitet und die versuchen oft vergeblich, die Märkte zu schlagen. Kaum ein Fondsmanager schafft es auf Dauer, die Märkte zu schlagen. Zudem lasten hohe Kosten, u.a. für das Fondsmanagement und das Kaufen und Verkaufen von Wertpapieren, auf den aktiven Fonds. Diese können die Wertentwicklung der aktiven Fonds von vorneherein negativ beeinflussen. Die Empfehlung daher nochmal auf den Punkt gebracht:

1) Kaufen und halten Sie passive Produkte wie ETFs oder prognosefreie Fonds!

2) Halten Sie diese so lange wie möglich und lassen Sie sich von unruhigen Zeiten nicht nervös machen.

Dies ist der Königsweg zum Erfolg!

 

Michael Herrmann, 17.Januar 2019

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Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar. Alle Angaben in dem Artikel stammen aus eigenen Erfahrungen und Quellen, die ich für vertrauenswürdig halte. Eine Garantie für die Richtigkeit kann jedoch nicht übernommen werden. Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

Finanzbuchbesprechnungen

Gottfried Heller: Die Revolution der Geldanlage

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Gottfried Heller: Die Revolution der Geldanlage. Wie Sie mit einfachen Methoden erfolgreich investieren.

München 2018: Finanzbuch Verlag, ISBN: 978-3959720786, Preis: 19,99 Euro

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Gottfried Heller hat im vergangenen Jahr ein neues Buch geschrieben. Er ist ein Mann mit ganz viel Investmenterfahrung. Unter anderem hat er viele Jahre mit Andre‘ Kostolany zusammengearbeitet und ist seit mehr als 50 Jahren in der Vermögensverwaltung tätig. Kaum ein Finanzexperte bringt so viel Erfahrung mit wie er. In seinem neuen Buch wird er nun auch nicht müde, die Aktie als einen wesentlichen Bestandteil der Vorsorge und des Vermögensaufbaus zu empfehlen.
Die „Revolution der Geldanlage“ sind für ihn Indexfonds oder auch ETFs genannt. Damit könne nun auch der Privatanleger „auf Augenhöhe mit den Banken“ agieren. Er ist deshalb von dieser Anlageform so begeistert, weil sich dadurch mit einfachen Mitteln und höchstmöglicher Sicherheit das Anlegergeld langfristig vermehren lässt. Immer wieder betont er in dem Buch den Vorteil der geringen Kosten einer Investition in ETFs.
Besonders gelungen ist auch sein Blick auf die Lebensqualität, denn mit seiner Vorsorge sollte der Anleger auch gut schlafen können. Ausführlich beschreibt er die Ängste und Sorgen der Deutschen wie beispielsweise die vor der Altersarmut oder Inflation.
Die Angst der Menschen vor den Risiken, die ein Investment an der Börse mit sich bringt, nimmt er ebenfalls ernst. Ausführlich beschreibt er sodann Lösungswege, wie sich diese Risiken minimieren lassen. Nach einem Kurzcheck der verschiedenen Sparformen stellt er fest: „An Aktien führt kein Weg vorbei.“ Er geht dann auf die Erkenntnisse der Finanzwissenschaft ein und behandelt ganz ausführlich das Hauptthema seines Buches. Der Leser erfährt, wie er sinnvoll mit ETFs sparen bzw. anlegen kann. Auf die Kritik an ETFs geht er ebenfalls ein.
Beispiele für die Gestaltung von ETF-Portfolios und Sparplänen werden gegeben. Dabei benennt Gottfried Heller ganz konkret Index-Bauteile für unterschiedliche Depotgrößen. Er gibt einen ganz konkreten Anlagefahrplan mit an die Hand und das ist hervorragend.
Es sind nun „großartige Zeiten für Anleger“ eingeleitet worden. So schließt er sein Buch. Sieger sei nun endlich mal der einfache Normalsparer. Nach dem Lesen des Buches bleibt dann auch nur noch ein Wunsch übrig: Das Gelesene so schnell wie möglich in die Tat umsetzen!

Michael Herrmann, 10.Januar 2019

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Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

 

Lassen Sie uns über Geld reden!

Ich finanziere doch ein eigenes Haus. Reicht das denn nicht?

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Ich finanziere doch ein eigenes Haus. Reicht das denn nicht? In Deutschland gelten Investments in Immobilien als „sicher, solide und rentabel“. Dies wird in der Finanzbranche und in den Medien immer gerne hervorgehoben. Es gibt jedoch keine Anlageklasse auf dieser Welt, die diese drei Eigenschaften gleichzeitig besitzt. Insbesondere dann nicht, wenn sie überwiegend mit Schulden finanziert wird.
Im langfristigen Vergleich mit Aktieninvestments ist eine Investition in Immobilien weniger ertragreich. Ein eigenes Haus verursacht zudem auch Kosten für die Instandhaltung. Dennoch kann das eigene Haus langfristig zur Vermögensbildung beitragen. Hier kommen zum einen Lebensstiloptimierung und Investment zusammen. Zum anderen kann die Immobilienfinanzierung als ein „Zwangssparvertrag“ im positiven Sinne betrachtet werden.
Für die Altersvorsorge und den Vermögensaufbau mag es jedoch in den meisten Fällen nicht ausreichend sein, nur in die eigene Immobilie zu investieren. Wer mehr aus seinem Geld mehr machen will, kommt einfach an weltweit investierenden Aktienfonds nicht vorbei.