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Markttiming!? – Warten lohnt sich nicht! Warum es keine gute Idee ist, auf den optimalen Einstiegszeitpunkt bei Aktien zu warten.

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Markttiming!? – Warum es keine gute Idee ist, auf den optimalen Einstiegszeitpunkt bei Aktien zu warten.

In diesem Podcast möchte ich darauf eingehen, warum es vergebliche Liebesmühe für den Anleger und Sparer ist, auf den optimalen Einstiegszeitpunkt bei einem Aktieninvestment zu warten. Der Versuch, die Aktienmärkte durch solch ein Timing schlagen zu wollen, gelingt noch nicht einmal den Profis. Niemand kann seriös voraussagen, wann der perfekte Zeitpunkt für den Einstieg gekommen ist. Das Warten hat eher zur Folge, dass der Anleger jahrelang nicht investiert und während dieser Zeit steigen dann die Märkte munter weiter.

Bewährt hat sich vielmehr eine andere Strategie, bei der es völlig nebensächlich ist, zu welchem Zeitpunkt Sie in den Aktienmarkt eingestiegen sind.

Jetzt anhören! (5:24)

Lassen Sie uns über Geld reden!

Was sind Robo-Advisor? Macht es Sinn, sein Geld dort zu investieren?

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Bei einem Robo-Advisor wird vom Prinzip her das Vermögen der Anleger automatisiert verwaltet. Dies erfolgt nach einem regelbasierten Modell und gemäß der vom Anleger gewählten Risikoneigung. Die Gebühren sind im Vergleich gering.

In Deutschland sind aktuell etwa 5% des Geldvermögens dort investiert. Im Vergleich zu anderen Ländern wie den USA oder Großbritannien ist dies aber immer noch ein verschwindend geringer Anteil. Wenn es um die eigene Vorsorge geht, bevorzugen die Deutschen weiterhin zinsschwache Anlageformen wie das Sparbuch oder das Festgeldkonto.

Ganz klar, am kostengünstigen ist es, die Altersvorsorge selber zu machen: Ein Depot bei einer Direktbank eröffnen, einen ETF oder Indexfonds auswählen und dann regelmäßig per Sparplan besparen. Doch die meisten Menschen, so meine Erfahrung, sind damit überfordert. Es geht schon los bei der Frage: Wo und wie eröffne ich ein Depot? Dann muss aus der Vielzahl der ETFs im Angebot noch der richtige gefunden werden. Schließlich kommt auch die Disziplin mit ins Spiel. Viele Sparpläne werden nach kurzer Zeit wieder beendet.

Die Robo-Advisor können hier zum Teil Abhilfe schaffen. Sie sind eine kostengünstige Anlagemöglichkeit. Je nach Anbieter sind jährliche Gebühren von 0,3% bis 1,0% für die Bereitstellung der Dienstleistung zu zahlen. In meinem Fondsshop sind es z.B. 0,7%. Hinzu kommen noch die laufenden Gebühren für die Indexfonds. Diese liegen durchschnittlich je nach Fondsgesellschaft und Kategorie zwischen 0,1% und 0,4%. Dafür erhalten die Anleger ein auf ihre Risikoneigung zugeschnittenes Depot, das automatisch angepasst wird. Hinter jedem Robo-Advisor steht eine Partnerbank, bei der die Fondsanteile gelagert werden. Bei Scalable ist es beispielsweise die ING Diba, bei Robin die Deutsche Bank und bei meinem Fondsshop die FFB. Damit können die Robo-Advisor dem Anleger schon eine Menge abnehmen. Doch etwas Wichtiges können sie nicht: Zum einen das disziplinierte Durchhalten der eigenen Anlagestrategie und zum anderen das flexible Reagieren auf veränderte Lebensumstände. Daher ist und bleibt in bestimmten Fällen die Betreuung durch einen Berater oder Finanzcoach unverzichtbar.

Quelle: Welt am Sonntag, Nr. 40, 06.10.2019, S.41

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Ich möchte gerne 50.000 € anlegen und mein Bankberater hat mir einen Mischfonds empfohlen. Was halten Sie davon?

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Ich möchte gerne 50.000 € anlegen und mein Bankberater hat mir einen Mischfonds empfohlen. Was halten Sie davon?

Zunächst gilt festzuhalten, dass Banken allgemein gerne Mischfonds Kunden anbieten, die Geldbeträge um die 50.000 € anlegen wollen. Das liegt daran, dass diese Produkte genau für diese Zielgruppe konzipiert worden sind. Auf den ersten Blick hört sich das auch interessant an, denn ein Mischfonds spricht genau die Seele des deutschen Sparers an. Er verspricht auf der einen Seite irgendwie bei den Börsen mit dabei zu sein, ohne dabei gleich ins volle Risiko gehen zu müssen. Auf der anderen Seite gibt es ja dort einen Fondsmanager, der sich um das investierte Geld kümmern soll. Wenn es an den Börsen mal wieder kracht, soll er in sichere Anleihen umschichten und wenn es dann wieder aufwärts geht, wird er die Aktienquote schrittweise erhöhen. So jedenfalls die Theorie.

Doch die Ergebnisse sind eher ernüchternd. Nur einer verschwindend geringen Anzahl von Fondsmanagern dieser Mischfonds gelingt es dauerhaft, die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit zu treffen. Das flexible Investieren dieser Fonds wird in der Werbung oft als Vorteil angepriesen. Doch sehr oft erweist sich gerade dies eher als Nachteil für den Anleger. Die Märkte timen zu wollen, ist ein schlicht unmögliches Unterfangen.

Hinzu kommt, dass sich die Fondsgesellschaften ihre Produkte sehr gut bezahlen lassen. In der Regel müssen beim Erwerb von Mischfonds Ausgabeaufschläge im Bereich von 3% bis 5% bezahlt werden. Hinzu kommen Verwaltungsgebühren und Transaktionskosten, die ganz schnell bei durchschnittlich über 2% im Jahr liegen können. Schon aufgrund der Kosten ist es für einen Mischfonds schwer, eine ansehnliche Rendite zu erwirtschaften.

Viel eher wäre es zu raten, ein eigenes Mischportfolio bestehend aus Aktien und Anleihen zusammenzustellen. Dieses sollte dann ausschließlich aus ETFs oder Dimensional-Fonds bestehen. Denn für diese Produkte fallen keine Ausgabeaufschläge an und die jährlichen Verwaltungskosten inklusive Transaktionskosten liegen im Bereich von lediglich 0,2% bis 0,5% im Jahr. Ein Mischportfolio bestehend aus 60% Aktien und 40% Anleihen hätte damit in den vergangenen 30 Jahren eine beachtliche Rendite von nahezu 7%* p.A. nach Fondskosten erzielt. Und damit hätten Sie auch noch sehr gut schlafen können, denn während der ganzen Zeit gab es nur recht moderate Kursrückgänge zu verkraften.

* Der Wert bezieht sich auf die historische Wertentwicklungen des Dimensional Fondsindex (Global Balanced Strategy 60%Aktien/40% Anleihen) und ist keine Garantie für künftige Wertentwicklungen.

Finanzbuchbesprechnungen

Ronald Stöferle | Rahim Taghizadegan | Gregor Hochreiter: Die Nullzinsfalle: Wie die Wirtschaft zombifiziert und die Gesellschaft gespalten wird.

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Ronald Stöferle | Rahim Taghizadegan | Gregor Hochreiter: Die Nullzinsfalle: Wie die Wirtschaft zombifiziert und die Gesellschaft gespalten wird.

München 2019: Finanzbuch Verlag, ISBN: 978-3959720199, Preis: 16,99€.

Selten hat mich ein Finanzbuch so sehr gepackt wie „Die Nullzinsfalle“ der drei österreichischen Autoren. Das Buch behandelt die desaströsen wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Nullzinspolitik. Trotz der Verwendung einiger nicht unbedingt geläufiger Fachtermini wird dieses recht komplexe Thema fundiert und schonungslos objektiv dargestellt. Auch ein Nicht-Ökonom kann somit Zusammenhänge gut verstehen.

Die ersten beiden Kapitel befassen sich zunächst mit der aktuellen Situation und wie es nach der Finanzkrise von 2007/2008 überhaupt dazu kommen konnte. Besonders gelungen ist das dritte Kapitel, denn hier wird ganz intensiv auf die gesellschaftlichen Folgen der Nullzinspolitik eingegangen. Konsumkredite sind extrem günstig, Sparen erscheint nicht mehr attraktiv, so die Autoren. Alles gleichzeitig zu haben, wird daher gegenwärtig zur Verheißung. Diese Überbetonung der Kurzfristigkeit hat aber auch ihren hohen Preis, denn mangelnde Vorsorge kann später verheerende Folgen für die Menschen haben.

Es wird verdeutlicht, dass ein Nullzins den Vorauskonsum in hohem Maße ermöglicht. Damit steigt aber auch die Zahl der Schuldner. Die Disziplin, die eigentlich für den Kapitalaufbau nötig wäre, geht jetzt in eine „Rückzahlungsdiziplin“ von Krediten und anderen Verbindlichkeiten über. Am Ende kann dies zu einem Verlust der eigenen Freiheit führen, wenn überwiegend der Schuldendruck motiviert, in einem „Bullshit-Job“ auszuhalten.

Im weiteren Verlauf des Kapitels werden die dramatischen Auswirkungen der Nullzinspolitik auf die Altersvorsorge beschrieben. Die Autoren gehen davon aus, dass es das Rentensystem durch den demografischen Wandel in unserer Gesellschaft in 20 Jahren in der derzeitigen Form nicht mehr geben wird. Die meisten Menschen denken jedoch, die Renten und Beamtenpensionen seien scheinbar sicher. Doch diese Denkweise könnten sich als Trugschluss erweisen, denn schon heute sind Renten und Pensionen vom Staat erheblich über Schulden subventioniert.

Der Weg aus dem Niedrigzinsumfeld wird schwierig und ein Andauern der Niedrigzinspolitk würde zu erheblichen gesellschaftlichen Verwerfungen führen. Sparen hätte gegenüber einem schuldenfinanzierten Leben nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ das Nachsehen. Auch wenn es irgendwann wieder zu einer Erhöhung der Zinsen kommen sollte, wird dies nicht ohne erhebliche Schmerzen ablaufen.

Was kann der Einzelne nun tun? Die Autoren zeigen hier unmissverständliche einige klare Wege auf:

  • Menschen müssen zwingend für sich selber vorsorgen.
  • Aneignung von Grundwissen zum Thema Geldanlage, um für sich neue Sparalternativen zu erschließen.
  • Entwicklung einer krisenresistenten Anlagestrategie, die neben Bargeld auf Aktien, Anleihen und Rohstoffe (insbesondere Gold) setzt.
  • Den kurzfristigen Konsum bremsen und dafür langfristig Sparguthaben für die eigene Vorsorge aufbauen.

Insgesamt ist das Buch sehr lesenswert. Das aktuelle Bild des Finanzsystems und der Wirtschaft sowie geeignete Handlungsalternativen werden sehr realistisch und zutreffend dargestellt.

Michael Herrmann, 5. Oktober 2019

 

Wichtiger Hinweis:

Die in diesem Artikel enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung oder Anlageempfehlung dar.
Trotz sorgfältiger Auswahl der Quellen und Prüfung der Inhalte kann von mir keine Haftung irgendeiner Art übernommen werden. Es kann keine Gewähr für die Richtigkeit oder Vollständigkeit der in dieser Kategorie gemachten Angaben übernommen werden, und keine Aussage in dieser Ausarbeitung ist als solche Garantie zu verstehen.
Wertentwicklungen in der Vergangenheit stellen keine Garantie für die künftige Wertentwicklung eines Finanzinstruments dar.

 

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Disziplin – Der Schlüssel zum erfolgreichen Anleger

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Disziplin – Der Schlüssel zum erfolgreichen Anleger

„An der Börse sind 2 mal 2 niemals 4, sondern 5 minus 1. Man muss nur die Nerven haben, das minus 1 auszuhalten.“

Dieses Zitat stammt von André Kostolany, dem Altmeister der Geldanlage. Schon vor langer Zeit erklärte er, dass es an den Börsen keinen direkten Weg zum Reichtum gibt. Immer wieder muss der Anleger Rückschläge verkraften. Doch nur wer diszipliniert und ruhig an den Märkten investiert, kann am Ende erfolgreich sein.

In dem Videobeitrag stellt Jake DeKinder von Dimensional Fund Advisors heraus, dass es in der Vergangenheit immer wieder Ereignisse gegeben hat, die die Anleger vor echte Nagelproben gestellt haben. Und dann kamen Fragen auf wie „Ist denn mein Investment jetzt das richtige für mich?“ oder „Soll ich nicht jetzt besser verkaufen?“. Aus meiner eigenen, langjährigen Erfahrung an den Aktienmärkten kenne ich dieses Gefühl der Ungewissheit und der Ängste nur sehr gut. DeKinder hat völlig recht, wenn er sagt, dass dies aber nur Momentaufnahmen seien. Heftige Kursrückgänge wirken erst einmal bedrohlich, einzigartig sind sie aber auf keinen Fall.

In der Vergangenheit gab es zahlreiche Krisen, z.B. das arabische Ölembargo 1974, die sogenannte Savings-and-Loan Krise in den USA in den 80er Jahren oder die weltweite Finanzkrise rund um das Jahr 2007.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt aber auch ganz klar, dass die Kapitalmärkte die Anleger belohnt haben, die diszipliniert waren und ihren Investments treu geblieben sind. Nach jedem Kursrückgang gab es immer wieder kräftige Kurserholungen. Auf lange Sicht verlieren die Krisen von damals ihre Schrecken. Derjenige, der in hektischen Zeiten Ruhe und Disziplin bewahrt, wird am Ende belohnt. Hierbei hilft, sich ich nicht auf die Zufälligkeit der Marktentwicklungen zu konzentrieren, sondern eher auf die Dinge, die wir kontrollieren können:

 

Quelle: Dimensional Fund Advisors Ltd.

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Die Nullzinspolitik ist jetzt in Stein gemeißelt.

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Die Nullzinspolitik ist jetzt in Stein gemeißelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am 12.09.2019 den Strafzins für Banken auf 0,5% erhöht. Gleichzeitig wird das Anleihekaufprogramm wieder aufgenommen. Diese verzweifelten Versuche, die Konjunktur anzukurbeln, werden dramatische Auswirkungen gerade in Deutschland haben. Aktuell liegen in Deutschland 2,5 Billionen Euro auf Spar- und Tagesgeldkonten. Die Inflation und die Negativzinsen auf Guthaben werden dazu führen, dass Sparer auf ihre vermeintlich sicheren Geldanlagen deutliche Verluste erleiden werden. Aber auch die Sozialsysteme, Pensions- und Rentenkassen sowie die Lebensversicherungen sind davon bedroht. Der Anlagenotstand in Deutschland wird sich verschärfen. Finanzexperten wie Hermann-Josef Tenhagen von Finanztip raten dringend dazu, in finanziellen Dingen umzudenken und andere Wege bei der Geldanlage zu gehen. Dieses Interview sowie eine Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse können Sie hier in der Ausgabe der Tagesthemen vom 12.09.2019 sehen.

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Nettopolicen – Was versteht man darunter? Welche Vorteile bieten sie dem Anleger? (Gastbeitrag von Thomas Krog, HonorarKonzept GmbH)

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Nettopolicen - Perfekt für kostengünstiges VorsorgesparenNettopolicen – Was versteht man darunter? Welche Vorteile bieten sie dem Anleger? (Gastbeitrag von Thomas Krog, HonorarKonzept GmbH)

Immer häufiger begegnet den Anlegern der Begriff „Nettopolice“ bzw „Nettoversicherungen“. Was es damit auf sich hat, was der Unterschied zu Bruttopolicen ist und für wen das interessant sein könnte, wollen wir in diesem Blog aufgreifen.

Zunächst lohnt sich ein Blick in den guten alten Duden. Dort findet man für den Begriff „Netto“ die Erklärung „nach Abzug der Kosten oder Steuern“. Es handelt sich also bei Nettopolicen um eine Form der Versicherung, bei der (ein Teil der) Kosten abgezogen werden bzw gar nicht erst anfallen.

Gemeint sind in diesem Zusammenhang alle Kosten, die im Zusammenhang mit Provisionen entstehen. Dazu muss man wissen, dass der Versicherer sowohl Provisionen für die Vermittlung als auch für die fortlaufende Betreuung an die Vermittler vergütet. Hierfür kalkulieren die Anbieter sogenannte Abschluss- und Vertriebskosten als auch laufende Verwaltungskosten ein.

Und obwohl der Gesetzgeber die Höhe der Abschluss- und Vertriebskosten seit 2014 auf 2,5 % der vom Kunden insgesamt zu entrichtenden Beiträge begrenzt hat, vergüten die Versicherer den Vermittlern trotzdem noch bis zu 5 % als Provision. Dies entsteht dadurch, dass der Versicherer die laufenden Verwaltungskosten gleichzeitig erhöht. Für den Kunden entsteht somit eine Mogelpackung.

Nettopolicen gibt es für den Sachversicherungsbereich wie z.B. die Privathaftpflichtversicherung, aber auch als Vorsorge -und Anlagemöglichkeit. Echte Nettopolicen kommen sowohl gänzlich ohne Abschlusskoten aus und haben zudem nicht nur keine erhöhten sondern im Gegenteil stark reduzierte Verwaltungskosten. Außerdem bieten sie Ihren Anlegern eine große Auswahl an ETFs an – eine Fondsart, die ebenfalls frei von Provisionen ist und äußerst geringe Verwaltungskosten hat. Nicht selten stellen gängige Anbieter ihren Kunden ausschließlich teure aktiv gemanagte Fonds zur Verfügung, da sie die damit verbundenen Vertriebsfolgeprovisionen als zusätzliche Einnahmen verbuchen wollen

Folgendes Beispiel soll die Unterschiede für einen Vertrag, der über 30 Jahre mit einem Monatsbeitrag von 200 € bespart wird, zunächst ohne Fondskosten verdeutlichen. Bei einem uns bekannten Versicherer für Bruttopolicen fallen in diesem Fall 1.800 € an Abschlusskosten und 17.254 € (!!!) an Verwaltungskosten an.

Ein günstiger Anbieter von Nettopolicen kalkuliert für den gleichen Sparvorgang 0 € Abschlusskoten und 3.171 € Verwaltungskosten ein. Da macht einen Unterschied bei den Kosten von 600 % aus.

Ergänzt man das Szenario jeweils um die Fondskosten und unterstellt für den Bruttoanbieter einen der am häufigsten in Policen vertriebenen Fonds (laufende Kosten 1,89 % p.a.) kommen weitere 12.750 € an Verwaltungskosten hinzu. Würde man bei unserem Nettoanbieter ein breit gestreutes ETF-Depot mit laufenden Kosten von 0,14 % wählen, kämen in absoluten Zahlen noch mal 1.448 € über die gesamte Laufzeit hinzu.

Unterm Strich fallen beim Bruttoanbieter 31.804 € für die Kosten des Versicherers und der Fonds an – beim Nettoanbieter 4.619 €

Bei diesen Unterschieden wird deutlich, warum immer mehr Sparer die Nettovariante wählen und die Kunden gern bereit sind, Honorare zu bezahlen. Denn trotz dieser Honorare entstehen für die Kunden erheblich geringere Kosten und sie profitieren von dem Vorteil einer sachkundigen, individuellen sowie dauerhaften Betreuung.

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Die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen

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Die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen – Anlagemöglichkeiten gibt es rund um den Globus.

In mehr als 40 Ländern gibt es über 15.000 börsennotierte Unternehmen. [1] Wenn Sie den Nachrichten Glauben schenken wollen, scheinen jedoch einige Länder besser für Anlagen geeignet zu sein als andere, je nachdem wie sich ihre Wirtschaft und die Aktienmärkte zum jeweiligen Zeitpunkt entwickeln. Schwankungen in der Wertentwicklung von Jahr zu Jahr, tragen nur zur Komplexität bei und liefern wenig nützliche Informationen über zukünftige Renditen.

Entmutigt von den Aussichten, legen Anleger ihren Fokus lieber auf den Markt, den sie am besten kennen: ihren Heimatmarkt. Es kann gute Gründe geben, wie zum Beispiel Steuervorteile, um Anlagen in den Heimatmarkt zu priorisieren, jedoch könnten durch eine zu starke Ausrichtung auf den Heimatmarkt, Teile des Anlageuniversums versäumt werden oder zu einer Untergewichtung führen.

Australien macht beispielsweise 2% des globalen Aktienmarktes aus. Ein Australier, der ein globales Aktienportfolio aufbauen möchte, hat möglicherweise Anlass, einen größeren Betrag zu Hause anzulegen. Dies wäre jedoch mit dem Kompromiss, geringerer Anlagen in andere Länder verbunden. Gleiches gilt für einen japanischen Anleger, dessen Heimatland 8% des globalen Aktienmarktes ausmacht. Selbst der US-amerikanische Aktienmarkt — der mit Abstand größte der Welt — macht nur etwa die Hälfte der globalen Anlagemöglichkeiten aus.

Glücklicherweise muss niemand ein Experte für jede Region sein, um von den Möglichkeiten zu profitieren, die diese Regionen bieten. Aktienmärkte verarbeiten kontinuierlich Informationen und nutzen täglich das Wissen von Millionen Käufern und Verkäufern, die in die Wertpapierpreise einfließen. Anleger können sich darauf verlassen, dass die Marktpreise eine Momentaufnahme der globalen Anlagemöglichkeiten darstellen.

Aktienpreise sind der beste Indikator für zukünftige Entwicklungen, da sie effizient in der Verarbeitung von Informationen zu Wertpapieren in jeden Markt sind. Keine nachvollziehbare Erklärung oder überzeugende empirische Untersuchung legt nahe, dass Anleger diese Preise konsequent voraussehen und Gewinnerländer auswählen können. Ein gut diversifiziertes globales Portfolio kann dazu beitragen, die Renditen von Märkten auf der ganzen Welt zu nutzen und im Laufe der Zeit zuverlässigere Ergebnisse zu erzielen.

DAS SCHACHBRETT VERSTEHEN

Die Tabellen in Abbildung 1 stellen die jährlichen Aktienrenditen der letzten 20 Jahre in entwickelten Märkten und Schwellenmärkten dar. Jede Farbe steht für ein anderes Land. Jede Spalte ist von oben nach unten sortiert, vom Land mit der besten Wertentwicklung bis zu dem mit der schlechtesten Wertentwicklung.

Zusammengenommen verdeutlichen diese Tabellen eindrücklich die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen. Wählen Sie in einer der beiden Tabellen eine Farbe in der ersten Spalte aus und verfolgen Sie diese zur rechten Seite hin. Scheint irgendein Land einem Muster zu folgen, das Hinweise auf seine zukünftige Wertentwicklung gibt?

Abb. 1: Annualisierte Renditen 1999–2018 MSCI Länderindizes (Nettodividende) für jedes repräsentierte Land. MSCI Daten © MSCI 2019, alle Rechte vorbehalten.

Betrachten Sie die Wertentwicklung der Vereinigten Staaten und Dänemark in Abbildung 2. Wird sofort ersichtlich, welches Land in den letzten zwei Jahrzehnten die höhere Rendite erzielt hat?

In der Tat wies Dänemark mit einer annualisierten Rendite von 9,3% die beste Wertentwicklung unter allen entwickelten Märkten auf. Was vielleicht überrascht, ist, dass Dänemark nur einmal — im Jahr 2015 — die beste Jahresrendite erzielt hat. Die Vereinigten Staaten erreichten, trotz einiger hoher Renditen, in den letzten Jahren mit einer annualisierten Rendite von 5,0% den neunten Platz.

Abb. 2: Wer hat über einen Zeitraum von 20 Jahren eine bessere Wertentwicklung erzielt? MSCI Länderindizes (Nettodividende) für jedes repräsentierte Land. MSCI Daten © MSCI 2019, alle Rechte vorbehalten.

VOM BESTEN ZUM SCHLECHTESTEN

Dänemark liefert auch ein Beispiel für die Unvorhersehbarkeit kurzfristiger Ergebnisse. Nachdem Dänemark die höchste Rendite in 2015 erzielte, wurde im Jahr 2016 die geringste Rendite verzeichnet. Länder haben sich auch schon in die entgegengesetzte Richtung entwickelt — von der schlechtesten zur besten Rendite, und das in aufeinanderfolgenden Jahren. Im Jahr 2000 hatte Neuseeland die niedrigste Rendite unter den entwickelten Märkten ausgegeben, gefolgt von der höchsten Rendite in den Jahren 2001 und 2002. Bei den Schwellenmärkten verbuchten Ungarn und Russland in 2014 die schlechteste Wertenwicklung. Im darauffolgenden Jahr entwickelten sich diese zu den Ländern mit der höchsten Wertentwicklung.

EXTREME UNTERSCHIEDE

In einem einzelnen Jahr kann der Unterschied zwischen der Rendite des Landes mit der besten Wertentwicklung und der Rendite des Landes mit der schlechtesten Wertentwicklung drastisch sein, wie in Abbildung 3 dargestellt. Bei den entwickelten Märkten lag der Unterschied zwischen der besten und der schlechtesten Wertentwicklung über die letzten 20 Jahre in einem Bereich von nur 25% im Jahr 2018, bis hin zu ganzen 78% im Jahr 2009. In den Schwellenmärkten sind die Unterschiede noch ausgeprägter. Sie reichen von 37% im Jahr 2013 bis zu 184% im Jahr 2005. Tatsächlich hat der Unterschied in den Schwellenmärkten in einigen Jahren die 100% Marke überschritten.

Der Versuch, Vorhersagen über zukünftige Renditen zu treffen, die aus der Vergangenheit resultieren, ist risikoreich und unterstreicht die Bedeutung einer Diversifikation über verschiedene Länder. Die extremen Unterschiede in den vielfältigen Ergebnissen, kombiniert mit den Beispielen der Länder, die extrem starke Umkehrungen in ihrem Rendite-Ranking gezeigt haben, verdeutlichen dies.

Abb. 3: Renditeunterschiede Die Wertentwicklung in der Vergangenheit (einschließlich hypothetischer Wertentwicklung) stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Renditen können aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder fallen. Internationale Kapitalanlagen und Kapitalanlagen in Schwellenländern beinhalten spezielle Risiken, wie Währungsschwankungen und politische Instabilität. Kapitalanlagen in Schwellenländern können diese Risiken verstärken. MSCI Länderindizes (Nettodividende) für jedes repräsentierte Land. MSCI Daten © MSCI 2019, alle Rechte vorbehalten. Man kann nicht direkt in Indizes investieren. Ihre Wertentwicklung enthält daher nicht die mit der Verwaltung eines tatsächlichen Portfolios verbundenen Kosten.

DIE GUTE NACHRICHT KOMMT ZUM SCHLUSS

Dieser Beweis für die Zufälligkeit der globalen Aktienrenditen ist jedoch keine schlechte Nachricht für Anleger. Anstatt zu versuchen, vorherzusagen, welches Land wann eine überdurchschnittliche Wertentwicklung erzielen wird, sind Anleger, die sich für ein gut strukturiertes, global diversifiziertes Portfolio entschieden haben, besser positioniert, um die Wertentwicklung der globalen Aktienmärkte zu erfassen, unabhängig davon, wo und wann diese auftritt.

In den letzten 20 Jahren hat sich der Wert eines Euros, der in eine global diversifizierte Strategie angelegt wurde, wie in Abbildung 4 dargestellt durch den Dimensional Global Market Index, mehr als verdreifacht.

Ein global diversifizierter Ansatz kann im Laufe der Zeit verlässlichere Ergebnisse mit geringerer Volatilität erzielen, als Anlagen in einzelne Länder. Dies kann Anleger dabei unterstützen, ihre langfristigen Ziele durch alle Arten von Märkten hindurch zu verfolgen.

Abb. 4: Wertentwicklung eines Euros 1999–2018 Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Diversifikation sichert weder einen Gewinn noch bietet sie einen garantierten Schutz gegen Verluste in einem rückläufigen Markt. Risiken umfassen Kapitalverluste und Wertschwankungen. Internationale Anlagen beinhalten spezielle Risiken wie beispielsweise Währungsschwankungen und politische Instabilitäten. Anlagen in Wachstumsmärkten können diese Risiken verstärken. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind. In EUR. Man kann nicht direkt in Indizes investieren. Ihre Wertentwicklung enthält daher nicht die mit der Verwaltung eines tatsächlichen Portfolios verbundenen Kosten. Die abgebildeten Daten des Wertwachstums eines Euros, stellen das hypothetische Wachstum eines Euros dar unter Annahme einer Thesaurierung der Renditen, jedoch ohne Berücksichtigung von Transaktionskosten oder Steuern. Die Grafik dient nur zu Illustrationszwecken und stellt kein tatsächliches Investment dar. Siehe im Anhang für weitere Informationen über den Dimensional Global Market Index.

 

[1] Länderdaten und Daten der börsennotierten Unternehmen zur Verfügung gestellt von Bloomberg.

 

 

Quelle: DIMENSIONAL GLOBAL MARKET INDEX

Januar 1990-heute: Zusammengestellt von Dimensional auf Basis von CRSP und Compustat Daten. Marktkapitalisierungsgewichteter Index von Wertpapieren in den zulässigen Märkten. Die monatlichen Indexrenditen werden als einfacher Durchschnitt der monatlichen Renditen von vier Teilindizes berechnet, die jeweils einmal im Jahr am Ende jedes Quartals neu zusammengesetzt werden. Maximale Indexgewichtung jedes Unternehmens beträgt 5%. Zu den Ländern gehören derzeit Australien, Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Hongkong, Irland, Israel, Italien, Japan, Kanada, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur, Spanien, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten. Ausnahmen: REITs und Investmentgesellschaften. Der Index wurde von Dimensional Fund Advisors rückwirkend berechnet und existierte nicht vor April 2008.

Quelle: Dimensional Fund Advisors Ltd.

Die in diesem Artikel dargestellten Ansichten und Meinungen spiegeln nicht notwendigerweise die von Dimensional Fund Advisors Ltd. (DFAL) vertretenen Ansichten und Meinungen wider. DFAL kann weder die Richtigkeit noch die Vollständigkeit zusichern und übernimmt keine Haftung für Verluste, die aus der Nutzung des Materials entstehen. Dieses Material dient nur zu Informationszwecken. Es stellt keine Empfehlung und kein Angebot zur Zeichnung oder zum Kauf von hier genannten Produkten oder Dienstleistungen dar. Die zur Verfügung gestellten Informationen stellen keine ausreichende Grundlage für Anlageentscheidungen dar.

Inhalt, Form und Aussagen des Artikels dienen der Information und sind auf die jeweilige Firmenidentität und Marke anzupassen.

DFAL gibt Informationen und Unterlagen in Englisch heraus und kann die Informationen und Unterlagen zusätzlich auch in anderen Sprachen herausgeben. Die fortlaufende Akzeptanz von Informationen und Unterlagen durch den Empfänger von DFAL konstituiert das Einverständnis des Empfängers, dass ihm die Informationen und Unterlagen, und sofern relevant in mehr als einer Sprache, zur Verfügung gestellt werden.

RISIKEN

Kapitalanlagen beinhalten Risiken. Der angelegte Kapitalwert sowie die daraus erzielte Kapitalrendite unterliegen Schwankungen, sodass der Wert der Anteile eines Investors bei Rückgabe über oder unter dem Erwerbskurs liegen kann. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit stellt keine Garantie für zukünftige Entwicklungen dar. Es gibt keine Garantie dafür, dass Strategien erfolgreich sind. Diversifikation sichert weder einen Gewinn noch bietet sie einen garantierten Schutz gegen Verluste in einem rückläufigen Markt.

 

Lassen Sie uns über Geld reden!

Wo ist denn mein Geld noch sicher?

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Handelsstreit, Konjunkturflaute, Minuszinsen, Brexit… Aktuell es gibt es viele besorgniserregende Schlagzeilen in den Medien. Da ist es durchaus verständlich, dass Ängste um die Sicherheit des eigenen Geldes aufkommen.

Zunächst ist festzuhalten, dass wir mit einer Wahrscheinlichkeit von weit über 97% ein deja vu erleben. Wenn alle negativen Nachrichten verarbeitet sind, gehen die Märkte zur Tagesordnung über. Zu einem Zusammenbruch des Weltwirtschaftssystem wird es bestimmt nicht kommen.

Vor diesem Hintergrund ist die Investition des Ersparten in einem Investmentfonds eine Möglichkeit, das Geld sicher anzulegen. Fonds sind per Gesetz Sondervermögen. Dies bedeutet, dass die im Fonds angelegten Kundengelder gesondert aufbewahrt werden müssen. Falls also die Fondsgesellschaft oder Ihre Hausbank pleite gehen sollten, ist das Geld im Fonds geschützt und somit nicht weg.

Per Gesetz gibt es auch die Einlagensicherung von 100.000 € auf Bankguthaben pro Kunde und Bank. Falls Sie also bis zu dieser Summe Geld auf Ihren Spar- und Tagesgeldkonten haben, ist diese ebenfalls geschützt. Falls es jedoch zu einer umfassenden Finanzkrise wie 2009 kommen sollte, würde ich mich nicht unbedingt darauf verlassen.

Das Geld im Bankschließfach oder zu Hause aufzubewahren, könnte eine weitere sichere Maßnahme zum Schutz des Geldes zu sein. Auf diese Weise entgehen Sie auch dem drohenden Minuszins. Falls jedoch bei Ihnen oder der Bank eingebrochen wird, kann das Geld allerdings pfutsch sein. Zudem setzen Sie Ihr Erspartes auch ungeschützt dem Kaufkraftverlust durch den Inflationsanstieg aus.

Die sicherste Anlage, die man sich vorstellen kann, ist eine deutsche Bundesanleihe. Und zwar dann, wenn sie in einem Depot bei der Bundeswertpapierverwaltung gelagert wird. Jedoch hat diese Sicherheit ihren Preis. Für eine fünfjährige Bundesanleihe gibt es aktuell einen Zins von minus 0,3%. Hinzu kommt auch hier die Geldschwächung durch die Inflation. Bleibt noch Gold: Es ist seit Urzeiten als Krisenmetall bekannt. Ein Anteil von 5-7,5% am Gesamtvermögen ist durchaus denkbar. Idealerweise als Barren oder Münzen gekauft und im Schließfach oder einem anderen sicheren Ort gelagert. Die Sicherheit ist aber nur scheinbar aus meiner Sicht. Denn, wenn es zu einer extremen Krise kommen sollte, müssen Sie natürlich dann jemand finden, der Ihnen Ihr Gold abkauft.

Sie sehen schon, absolute Sicherheit ist nicht einfach zu erreichen. Ein gut aufgestelltes Investmentdepot mit Aktien und Anleihen, flankiert mit Gold und möglicherweise einer eigenen Immobilie, ist eine gute Möglichkeit, das Vermögen zu schützen und sogar zu vermehren.

Eine Investition in Spar- und Bankguthaben, Lebensversicherungen und Bausparverträgen ist dagegen ein garantiertes Verlustgeschäft mit nur bedingter Sicherheit.

Marktbericht

Marktbericht – Kein Grund zur Sorge

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In den vergangenen Tagen kam es zu teils kräftigen Rückgängen an den Weltbörsen. Der Handelskrieg zwischen den USA und China belastet die Märkte. Anleger rund um den Globus befürchten ein Abgleiten der Weltwirtschaft in eine Rezession. Die Sorgen sind nicht unberechtigt, denn jüngste Wirtschaftsdaten aus Deutschland und China zeigen, dass sich die Konjunktur deutlich abkühlt.

Die Sorge, dass es nun zu einem Börsencrash kommt, ist aus meiner Sicht völlig unbegründet. Die negativen Entwicklungen sind in den heutigen Kursen bereits eingepreist, denn die Börse läuft den eigentlichen Entwicklungen gerne ein Stück voraus. Wenn es am Ende nachher doch nicht so schlimm kommt, wird das von den Investoren schnell wieder korrigiert und dann gehen die Weltbörsen auch erneut zur Tagesordnung über.

In dem abgebildeten Chart des US-amerikanischen Index S+P 500 ist der aktuelle Kursrückgang als kleine Delle im langfristigen Aufwärtstrend zu erkennen. Solch ein Blick hilft, sich nicht allzu sehr vom Tagesgeschäft an den Börsen beeinflussen zu lassen.

5-Jahresentwicklung des S+P 500, Quelle: Comdirect Bank

Wichtig ist ein Blick auf die übergeordneten Einflussfaktoren, die auf die Börsen wirken. Hier sind beispielsweise die Zinsen zu nennen. In Europa wird es noch für lange Zeit eine Null-Zinspolitik geben. In den USA hat die Zentralbank mittlerweile auch eine Kehrtwende gemacht und damit begonnen, die Leitzinsen zu senken. Ein Niedrigzinsumfeld ist positiv für Unternehmensgewinne und damit für die Aktienkurse. Zudem sind mittlerweile auch die Renditen der Anleihen deutlich gesunken. Für zehnjährige US-Staatsanleihen gibt es nur noch 1,75 Prozent. Dies bedeutet, dass bereits jetzt die Mehrheit der Aktien in den USA eine höhere Dividendenrendite aufweist als Anleihen. Damit ist die Attraktivität der Aktie weiter gestiegen.

In der heutigen Zeit ist es nicht einfach, Anlagen zu finden, die das Kapital erhalten bzw. zu einem Vermögenszuwachs führen. Trotz des schon lange laufenden Aufschwungs sind Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen unterbewertet.

Es macht daher Sinn, den aktuellen Entwicklungen an den Weltbörsen mit einer gewissen Gelassenheit entgegen zu treten. Es ist gut möglich, dass es schon sehr bald wieder aufwärts geht. Dafür spricht auch, dass ab kommenden Montag gemäß der 16-Wochen-Strategie eine positive Tendenz an den Börsen erwartet wird.

Mein Rat lautet daher: Bleiben Sie ganz ruhig. Ihre gut ausgearbeitete Strategie hilft Ihnen, auch in einer Abschwungphase auf Kurs zu bleiben. Vielleicht ist es ja sogar gerade jetzt eine gute Zeit, um Bestände in Aktienfonds-Investments aufzustocken.